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Denzel Washington geht mit seinen selbstherrlichen Hollywood-Kollegen ins Gericht (Bildmontage: Twitter)
11 Jan 2017

Denzel Washington rügt selbstherrliche Hollywood-Kollegen

Ganz ähnlich wie Nutznießer des deutschen staatlich-subventionierten Kulturbetriebs agiert der links-verdrehte, selbstgefällig Hollywood-Betrieb. Aktueller Aufreger: Merly Streeps verbaler Angriff auf Donald Trump. Schauspielkollege Denzel Washington zeigt hier ein ganz anderes Format und geht mit seinen Kollegen hart ins Gericht. Mit Video (engl.)

Die Hollywood-Elite hätte sich zusammengefunden, um sich selbst auf die Schultern zu klopfen und gemeinschaftlich den Rest der Amerikaner für die Wahl von Donald Trump zu beschimpfen. So die klare Meinung des amerikanischen Schauspielers Denzel Washington, der in einem Statement eine »harte Dosis Wirklichkeit« für seine selbstgefälligen Kollegen bereit hält.

Leute wie Meryl Streep und Jimmy Fallon – ein US-amerikanischer Komiker, Moderator und Schauspieler – würden sich gern als die Krönung unserer Gesellschaft sehen. Aber hier – so Washington  – irren sie sich.

Theatralisch bis Tränen flossen

Auslöser für Washingtons Ansage in Richtung des links-drehten Hollywoods scheint der Auftritt von Kollegin Meryl Streep am Montag bei der Verleihung des Golden Globes in Los Angeles gewesen zu sein. Dort zeigte sich die hoch dekorierte Charakterdarstellerin über den Sieg von Donald Trump einmal mehr »entsetzt«.  Wie Medien berichteten, hätte die Schauspielerin die Anwesenden zu Tränen gerührt. Theatralisch zeichnet die FAZ die Stimmung bei Streeps Ansprache nach: »Auf den Gesichtern stand tatsächlich so etwas wie ein genuiner Schock, bevor die Tränen flossen, hier und da. Als hätten sie alle für einen Moment vergessen gehabt, was für ein Jahr bevorsteht, welcher Präsident demnächst vereidigt wird, und Dame Meryl Streep, eine der angesehensten Figuren im internationalen Filmgeschäft, hätte sie gerade daran erinnert, dass eine Katastrophe ins Haus steht. «

Die 67-jährige Streep stellte bei ihrer »sehr ernsten, sehr bewegten, ihrerseits von einem Schluchzen begleiteten Ansprache«  jene Begebenheit in den Mittelpunkt, als Trump Ende November während seines Wahlkampfs einen »behinderten Reporter nachgeäfft« haben soll. Ihr sei das »Herz gebrochen«, so die tränenerstickten Worte der Schauspielerin.

Trump bestritt, nachdem die linkspolitische New York Times ausführlich darüber berichtete, sich über einen Journalisten mit einer seltenen muskoloskeletalen Krankheit lustig gemacht zu haben. In einem veröffentlichten Statement schrieb Trump, dass er »keine Ahnung« habe, wer der Journalist sei: »Ich habe keine Ahnung, wer dieser Journalist namens Serge Kovlaski ist, wie er aussieht oder wie intelligent er ist“, heißt es in dem Statement. „Ich weiß nicht, ob es sich bei ihm um J.J. Watt oder Muhammad Ali in seiner Blütezeit handelt—oder um einen weniger athletischen Menschen mit körperlichen Einschränkungen.«

Durchschnittlicher Amerikaner ist krank und müde von Menschen wie Barack Obama, Hillary Clinton oder Meryl Streep

In einer Diskussionsrunde mit anderen Schauspielern riet Denzel Washington seinen Hollywood-Kollegen, von ihren hohen Pferden abzusteigen, so das Magazin »Conservative Post« (CP). Es sei der durchschnittliche Amerikaner, die Amerika groß mache, so Washington  weiter. Es seien die gleichen durchschnittlichen Amerikaner, die für Donald Trump gestimmt haben, weil sie einfach krank und müde seien von der elitären Haltung, die Menschen wie Barack Obama, Hillary Clinton oder Meryl Streep und andere einnehmen.

Wenn Schauspieler beklagen, welche Schwierigkeiten es bereite, einen Film zu machen, könne er darauf nur antworten: »Pass auf, Deinen Sohn in den Irak zu schicken, dass ist schwierig. Es ist nur ein Film. Es ist wie Entspannung. Ich schließe mich diesem Unsinn nicht an, dass dies was besonders kostbares sei«, so der hochbelobigte Schauspieler.  Anstatt sich selbst dazu berechtigt zu sehen, dem Rest Amerikas zu erzählen, was zu tun ist, erklärte Washington den Schauspielerkollegen in der Runde weiter, sollten sie auf ihren Knien Amerikanern danken, die Chance zu haben, das zu tun, was sie tun.

»Einem Film zu machen ist Luxus«, betonte er. »Es ist eine Gelegenheit, und am wichtigsten: Es ist ein Geschenk. Offensichtlich ist hier jeder talentiert genug, das zu tun. Aber täuschen sie sich nicht. Es ist einfach nur ein Film. So eine so große Sache ist das nun auch wieder nicht.«

»Sie ist eine Hillary-Hofschranze«

Der designierte US-Präsident Donald Trump meldete sich indes auf Streeps Anwürfe und zwitscherte: Streep sei »eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood«. Trump bemerkte in seinem Tweet weiter, dass Streep ihn nicht kenne, ihn aber bei den Golden Globes angegriffen habe«.

»Sie ist eine Hillary-Hofschranze«, so Trumps abschließende Bewertung einer Schauspielerin, die bereits von jenem Teil aus Hollywood Zuspruch erntet, denen Denzel Washington gerade die selbst aufgesetzte Krone vom links-verdrehten, selbstgerechten Kopf geschubst hat.  (BS)

Denzel Washington: Making A Movie Isn't Like Going to Iraq

"People talk about the difficulty of making a movie and I'm like, send your son to Iraq, that's difficult. It's just a movie." – Denzel Washington | Oscars Roundtables

Posted by The Hollywood Reporter on Mittwoch, 14. Dezember 2016

 

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