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André Poggenburg, AfD-Landeschefs von Sachsen-Anhalt (Bild: metropolico.org)
13 Jan 2017

Linksextreme Studenten greifen AfD-Landeschef André Poggenburg an

Am Donnerstagabend musste die erste Veranstaltung der AfD-Hochschulgruppe »Campus-Alternative« an der Uni Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität  nach Sitzblockaden und massiven Protesten von linken Studenten abgebrochen werden.  Der als Gastredner geladene AfD-Landeschefs von Sachsen-Anhalt André Poggenburg wurde mit einem Böllern beworfen und musste mit Polizeischutz aus dem Hörsaal geleitet werden. Die gewalttätigen Ausschreitungen werden von Linken, Grünen und einem Dekan der Uni bejubelt. Mit Video.

Die erste Veranstaltung der AfD-Hochschulgruppe »Campus-Alternative« an der der Uni Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität am Donnerstagabend mit Gastredner André Poggenburg, AfD-Landeschefs von Sachsen-Anhalt, zum Thema Gendermainstreaming musste unter Polizeischutz abgebrochen werden.

»Das ist das Gleiche, was die Nazis gemacht haben«

Poggenburg und ein Dutzend AfD-Anhänger wurden bereits bei ihrem Eintreffen an der Uni Magdeburg mit Trillerpfeifen und »Haut ab«- Sprechchören empfangen. Die protestierenden Studenten versuchten hierbei nach ihrer Gegenveranstaltung durch Sitzblockaden den Veranstaltungsort der Campus-Alternative zu blockieren. Weitere Studenten hatten bereits den Hörsaal besetzt, wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete und hierzu ein Video online stellte, das die Aktionen der  linken Demonstranten dokumentiert.

So bauten sich diese mit Plakaten vor den AfD-Anhängern auf. Daraufhin kam es zu einer Prügelei – ein junger Mann warf  ein Böller in Richtung Poggenburg, der nur einen Meter neben dem AfD-Politiker explodierte. Poggenburg und seine Begleitung zogen sich darauf hin in ein Hinterzimmer zurück und wurden eine Viertelstunde später unter Polizeischutz aus dem Saal geleitet.

Dem MZ-Bericht zufolge, der die gewalttätigen Übergriffe als »Rangelei« einordnet,  habe der AfD Landeschef die tobenden Demonstranten zuvor als »Linksfaschisten« bezeichnet und festgestellt: »Das ist das Gleiche, was die Nazis gemacht haben«.

Gehirn und logische Fähigkeiten für eine politische Auseinandersetzung einsetzen

Sebastian Striegel (Grüne) relativiert (Bild: Twitter)

Sachsen-Anhalts Innenminister und CDU-Vize Holger Stahlknecht hat am Freitagmorgen die Vorfälle an der Magdeburger Universität kritisiert. Laut dem Internetportal Volksstimme merkte Stahlknecht an: »Wer der AfD vorwerfen will, sie sei antidemokratisch, darf ihr nicht dadurch begegnen, dass er selbst antidemokratisch ist.«

An den Universitäten würden geistige Eliten ausgebildet, so Stahlknecht weiter. Er habe deshalb die Erwartungshaltung, dass »Gehirn und logische Fähigkeiten für eine politische Auseinandersetzung eingesetzt werden und nicht für Krawall und teilweise Gewalt«.

Die Polizei habe laut dem Portal fünf Strafanzeigen aufgenommen, darunter Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Missbrauchs des Feueralarms. Ein AfD-Anhänger sei bei dem »Gerangel«, verletzt worden, so die verharmlosende Beschreibung. Zudem hatten Unbekannte den Feueralarm ausgelöst. Die Anzeigen seien teils von AfD-Anhängern gekommen, teils sei von Amts wegen – also von der Polizei selbst – Anzeige erstattet worden.

Dekan: »Unsere Studierenden zeigen Flagge und Haltung«

Der Dekan der Fakultät für Humanwissenschaften, Michael Dick, lobt laut der MZ das Engagement der Studenten mit den Worten: »Unsere Studierenden zeigen Flagge und Haltung. Darauf bin ich stolz«. Der AfD sei es laut Dick nicht erkennbar um einen wissenschaftlichen Diskurs gegangen.

Dem links-affinen Dekan mag daher die Gesinnung der 32-jähre Linken- Innenpolitikerin, Henriette Quade, die als 16-jährige in die PDS eintrat und seit 2011 für die PDS-Nachfolgepartei im Landtag von Sachsen-Anhalt sitzt, mehr als nahe stehen: »Die AfD scheint ein Problem mit der Freiheit zu haben, die sie für sich immer einfordert. Natürlich steht es allen Hochschulangehörigen frei, Hochschulgruppen zu gründen und Veranstaltungen zu organisieren. Genauso frei steht es aber auch allen, gegen Veranstaltungen zu protestieren und auch Mittel des zivilen Ungehorsams zu nutzen. Wer provozieren will, muss damit rechnen, dass genau diese Botschaft auch ankommt«. Denn die AfD sei es ja, »die mit Hetze, Fakenews und der Bestimmung angeblicher Feinde die Munition für die dramatisch gestiegenen rechten Gewalttaten« liefere.

Ihr grüner Genosse, Sebastian Striegel (Grüne) – Mitglied des Landtags Sachsen-Anhalt und Mitglied der Rechtsextremismuskommission von Bündnis 90/Die Grünen, äußerte sich am Freitag gegenüber der MZ: »Die AfD hat die Provokation gesucht und sie auch bekommen. Sie hat es ganz klar auf Eskalation angelegt.« Auf Facebook relativierte der 35-jährige Diplom-Politikwissenschaftler den zuvor gutgeheisenen gewaltsamen Angriff auf politisch Andersdenkende: » Friedlicher ziviler Ungehorsam bleibt das Rezept gegen politische Knallkörper. Pyrotechnik gehört nicht dazu«.

Twittereinträge von André Poggenburg (Bild: Twitter)

»An Unis regiert der Linksextremismus!«

Die Veranstalterin, die AfD-Hochschulgruppe »Campus-Alternative« zeigt sich enttäuscht ob der »Arroganz und die bodenlose Ignoranz, welchen von Teilen der Studentenschaft an den Tag gelegt wurde«. Viel verfestigte Meinung, wenig Interesse an neuem Wissen und dabei linksextreme Gewalttäter beklatschend. Da haben wir von Akademikern einfach mehr erwartet, so das Resümee.

Die AfD Sachsen hat der Studentenschaft der Uni Magdeburg SA-Methoden vorgeworfen. »Wer unwillig und/oder unfähig ist, den Argumenten anderer eigene Argumente entgegenzusetzen, und stattdessen den Diskurs unterbindet, zeigt ein totalitäres Weltbild«, empört sich Landesvize Thomas Hartung, selbst Absolvent der Universität. »Zumal gerade das Thema ‚Gender‘, dargeboten vom langjährigen Magdeburger Lehrstuhlinhaber Gerald Wolf, zum akademischen Meinungsstreit förmlich herausfordert. Dass jetzt neben AfD-Funktionären auch dieser Mann, der als DDR-Wissenschaftler nach der Wende das Institut für Biologie wieder aufbaute, jene ‚Haut ab‘-Rufe ertragen muss, mit denen zur Wende SED- und Stasi-Funktionäre bedacht wurden, ist unerträglich.«

Der Magdeburger Absolvent kritisiert daneben die Äußerungen des Dekans Michael Dick, der behauptete, dass die eindeutigen ‚Unmutsäußerungen‘ ‚vernünftige Veranstalter‘ zum Veranstaltungsverzicht hätten bewegen müssen. »Damit rechtfertigt Dick das diktatorische Auftreten von Menschen, denen es nicht um Protest, sondern um Verhinderung ging – wer dem Thema ablehnend gegenübersteht, hätte der Veranstaltung auch fern bleiben können. Ich schäme mich zutiefst für meine Alma Mater, an der ich 1988 mein Diplom und 1992 meine Promotion absolvierte. Der kritische Geist, der gerade 1990/91 diese Uni, ihre Professoren, Mitarbeiter und Studenten durchdrang, ist einem unkritischen faschismusnahen Gebaren gewichen, das einer demokratisch verfassten Bildungseinrichtung unwürdig ist.«

André Poggenburg kommentierte das Geschehene auf Twitter und stellt dort fest, dass der »Campus Alternative Magdeburg« dringender denn je nötig sei. »An Unis regiert der Linksextremismus!«, so Poggenburg. (BS)

 

 

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