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14 Jan 2017

WDR im Extremismus-Sumpf

Mit das »Das braune Netzwerk« veröffentlicht der WDR eine wirre Dokumentation über Rechtsextremismus. Kein Wunder: Die Autorin Andrea Röpke hat selbst ein Extremismus-Problem. Mit Video.

Dunkle Wolken, düstere Musik, Bilder von grölenden Menschen in Zeitlupe – die WDR-Dokumentation »Das braune Netzwerk« von Andrea Röpke und Caterina Woj tut nicht einmal so, als wenn es ihr um eine sachliche Berichterstattung gehen würde. Das ist kein Zufall – Co-Autorin Andrea Röpke ist tief in die linksextremistische Szene verstrickt.

Mitgliedschaft in linksextremistischem Verein

2002 wurde bekannt, dass sie Mitglied der linksextremistischen »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten« (VVN-BdA) ist. Die VVN-BdA gilt als Vorfeldorganisation der DKP sowie anderer Kommunisten und wurde bis zum Zusammenbruch der DDR 1989 maßgeblich von der SED-Diktatur in Ostdeutschland finanziert. So nimmt es nicht Wunder, dass der Ehrenvorsitzende Heinrich Fink über Jahrzehnte als inoffizieller Mitarbeiter für die Stasi tätig war.

Die Mitgliedschaft Röpkes in der Stasi-belasteten VVN-BdA ist indes kein Ausrutscher. Bekannt ist auch Röpkes Autorenschaft für die »Antifa«-Zeitschrift »Der rechte Rand«. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die Zeitschrift 1998 als »organisationsunabhängige linksextremistische bzw. linksextremistisch beeinflusste Publikation« ein.

Verfassungsschutz wird aufmerksam

Röpkes Aktivitäten blieben auch dem niedersächsischen Verfassungsschutz nicht verborgen. Die Behörde fertigte demnach in der Zeit von 2006 bis 2012 mehrere Vermerke zu den Aktivitäten der Morsumerin. Nach der Landtagswahl 2013 kam in Niedersachsen Rot-Grün an die Regierung und machte die Beobachtung öffentlich. Selbstverständlich mit dem Hinweis diese sei ein Fehler gewesen – für den der vormalige CDU-Innenminister die Verantwortung trage.

Röpke selbst schien da deutlicher realistischer zu sein. Als sie vom Verfassungsschutz 2012 zunächst die Antwort bekam, dass über sie keine Akte geführt werde, sei sie überrascht gewesen, sagte die Journalistin dem NDR. Der Verfassungsschutz hatte die Akte Röpkes – wohl aus Furcht vor ihrer medialen Vernetzung – nach der Anfrage vernichten lassen und erst daraufhin Auskunft erteilt.

Flexibles Verhältnis zur Wahrheit

Beobachter attestieren Röpke zudem ein flexibles Verhältnis zur Wahrheit. So berichtete sie im Spiegel 2014, dass ein Kollege bei einer AfD-Veranstaltung in Bremen von Ordnern bedrängt und daraufhin »zu Boden« gegangen sei.

Auf Video-Aufnahmen (siehe am Ende des Artikels) ist allerdings zu sehen, dass der Mann sich selbst fallen lässt und anschließend den Sicherheitsdienst beschuldigt ihn geschubst zu haben. Anschließend ruft er laut nach der Polizei. Derlei Formen von Agitation und Propaganda haben im Linksextremismus eine lange Tradition.

Alexander Gauland – brauner Rattenfänger in Nadelstreifen?

Auch die »Dokumentation« selbst fällt in diese Kategorie. Das langjährige CDU-Mitglied Alexander Gauland – inzwischen bei der AfD – wird in der Dokumentation gleich zu Beginn als brauner Rattenfänger in Nadelstreifen diffamiert. Und in diesem Stil geht es dann weiter.

Besondere Aufmerksamkeit erfährt das neonationalsozialistische »Deutsche Kolleg«. Obwohl dieses völlig unbedeutend ist und bei dem von einem Kamerateam begleiteten »Sommerfest« gerade einmal zehn Teilnehmer anwesend sind, kommt dessen Vordenker Reinhold Oberlercher im Film immer wieder zu Wort. Direkt danach geht es dann auf einmal um die AfD. Eine inhaltliche oder personelle Verbindung besteht nicht – soll aber offenbar suggeriert werden.

Kapitalistische Verschwörung

Die alte kommunistische Leier, dass der Faschismus nur eine Spielart des Kapitalismus sei, scheint ebenfalls reanimiert werden zu sollen. So messen die Filmemacherinnen der Tatsache große Bedeutung bei, dass das Kolleg-Mitglied Markus Stangenberg-Haverkamp in der Gesellschafterversammlung des Pharma-Unternehmens Merck sitzt. Das Dumme ist nur: Die Gesellschafterversammlung besitzt 130 Mitglieder. Von großem Einfluss kann insofern keine Rede sein.

In linken Medien kommt die Aufdeckung dieser vermeintlichen Verschwörung trotzdem gut an. In einem Interview mit dem SPD-Parteiblatt »Vorwärts«, das mit der Autorin Caterina Woj nach Erscheinen des Films geführt worden ist, lobt der Interviewer Woj für das Aufdecken der »Verbindungen von Rechtsextremen in exklusive Wirtschaftskreise«.

Dubiose Experten

Im gesamten Film werden Begriffe wie »Neue Rechte«, »neofaschistisch« und »extrem rechts« verwendet, ohne dass eine Definition dieser erfolgt. Auch der als Experte präsentierte linke Politikwissenschaftler Hajo Funke macht da keine Ausnahme, hantiert er doch selber mit Leerformeln wie »völkisch-deutschnational«. Funke haftet der Ruf an selbst mit dem Rechtsstaat auf Kriegsfuß zu stehen, seitdem er 2012 eine durch einen Hackerangriff erbeutete Liste mit persönlichen Daten von Autoren und Interviewpartnern der national-konservativen Wochenzeitung »Junge Freiheit« auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Nicht weniger dubios ist der »Experte«, der den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke enttarnen soll: Der Münsteraner Anarchist und Soziologe Andreas Kemper. Spätestens an dieser Stelle, wo ein Verfassungsfeind die Verfassungsfeindlichkeit von Bjön Höcke belegen soll, gerät die Dokumentation vollends zur Realsatire. Hier der Link zum Video in der ARD-Mediathek >>> (DB)

WDR-Dokumentation »Das braune Netzwerk« von Andrea Röpke und Caterina Woj:

Video: Die Schwalbe von der »taz»

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