Deutschland

Solarenergie - der grüne verdörrte Traum (Bild: Metropolico.org)
19 Jan 2017

»Da kommt ein Riesenproblem auf uns zu« – Hightech-Müllhalden durch die Energiewende

Führende Recyclingunternehmen warnen davor, dass die deutsche Energiewende große Mengen an Hightech-Schrott produziert, der nicht entsorgt werden kann. »Wir steigen bei der einen Technologie aus – unter anderem weil wir nicht wissen, was wir mit dem Atommüll machen sollen – und bei einer neuen Technologie ein, bei der wir auch nicht wissen, wie wir mit dem Abfall klarkommen«. Die kopflose Energiewende der Merkel-Regierung und ihre Folgen. 

Remondis, das größte deutsche Unternehmen für Recycling, Wasserwirtschaft sowie kommunale und industrielle Dienstleistungen warnt davor, dass Hightech-Schrott, der durch die deutsche Energiewende in Form von zu verschrottenden Windrädern, Fotovoltaik-Anlagen oder Karosserien von Elektroautos anfallen wird, nicht recycelt werden kann.

»Da kommt ein Riesenproblem auf uns zu«

»Da kommt ein Riesenproblem auf uns zu«, so Remondis-Manager Herwart Wilms in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital. Windräder seien aus Verbundstoffen gebaut, die nicht getrennt werden und somit nicht recycelt werden können. »Wir steigen bei der einen Technologie aus – unter anderem weil wir nicht wissen, was wir mit dem Atommüll machen sollen – und bei einer neuen Technologie ein, bei der wir auch nicht wissen, wie wir mit dem Abfall klarkommen«, so Wilms weiter.  Hinzu komme, dass auch einzelne Teile der schrottreifen Windkraftanlagen nicht verbrannt werden können, da diese die Filter der Verbrennungsanlagen verstopfen würden. Gleichgelagerte Probleme gebe es bei der Entsorgung von Fotovoltaik-Anlagen, Lithium-Batterien oder den Karosserien von Elektroautos, so das Magazin.

Landschaftszerstörung durch Windkraft- und Solaranlagen von Loos, Elena

Deutschlandweit sind inzwischen knapp 25.000 Windanlagen installiert, die jedoch nur 7,9 Prozent an der Stromerzeugung ausmachen. Zunehmend werde es jetzt schon schwieriger, neue Standorte für die immer mehr in die Kritik geratenen Windkraftanlagen zu finden. Somit werde an den vorhandenen Anlagen größere Motoren und Rotoren montiert. Momentan wisse jedoch niemand, wohin mit dem unbrauchbaren Windradmüll. Die Betreiber bieten dem Recyclingunternehmen viel Geld an, damit dieser den Müll abnehme. Remondis könne jedoch auch nur ganz wenig davon zwischenlagern. Wilms appelliert an die Unternehmen und die Industrie, bei Neuentwicklungen Entsorgungsexperten von Anfang an mit einzubeziehen.

Bürger wehren sich

Die Merkelsche Energiewende steht zunehmend in der öffentlichen Kritik. Durch Windkraftparks – ein Standbein dieser übereilten Maßnahme – würden ganze Landstriche in Deutschland unbewohnbar machen, so ein Vorwurf. Neben dem massiven Problem der Entsorgung dieser Anlagen ist deren Produktion energie- und materialintensiv, sie verbrauchen im Betrieb Flächen, verdichten und versiegeln Böden, gefährden und verdrängen die Fauna.

Dass die kopflose Energiewende und in der Folge der Bau sogenannter Windparks dazu noch gesundheitsschädlich ist und ganze Landstriche de facto unbewohnbar machen, dagegen formiert sich zunehmend der Widerstand der Bürger (Metropolico berichtete). (BS)

 

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