Deutschland

Amadeu-Antonio-Stiftung sucht Verstärkung beim Denunzieren und Zensieren (Bild: Screenshot netz-gegen-nazis.de
27 Jan 2017

Amadeu-Antonio-Stiftung sucht Verstärkung im Denunziantenteam

Die Denunziantentruppe der mit Steuergeldern gepuderten Amadeu-Antonio-Stiftung sucht Verstärkung. Schnell und professionell soll »das« neue Schreiberlein sein, das in Vollzeit die Online-Spitzel von Heiko Maas (SPD) verstärken soll. Ausdrücklich begrüßt werden selbstredend  Bewerbungen von »Menschen mit Migrationshintergrund«.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) steht nach wie vor gut im Saft. Weder die Forderung der Jungen Union, die zum Jahreswechsel eine Überprüfung des Vereins vom Verfassungsschutz sowie die Streichung staatlicher Unterstützung forderte, noch die hoch unprofessionelle und zeitweise aus dem Netz genommene Ablegerseite »Netz-gegen-Nazis« hat Heiko Maas (SPD) Denunziantenstadel groß geschadet.

»Keine Veranlassung, der Stiftung staatliche Mittel zu streichen«

Zum Jahreswechsel stellte zudem das Bundesinnenministerium nochmals klar, keine Veranlassung dafür zu sehen, der Stiftung staatliche Mittel zu streichen: »Die Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) wird durch BMI-Programme aktuell nicht gefördert. Sie ist allerdings seit dem 3. November 2015 anerkannter Träger der politischen Bildung und hat ein erfolgreich abgeschlossenes Anerkennungsverfahren durchlaufen, das es ihr erlaubt, eine regelmäßige Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zu beanspruchen. Zurzeit wird keine Veranlassung gesehen, davon abzuweichen.«

Auch die Stasi- Spitzeltätigkeiten von Anetta Kahane, ihres Zeichens Chefin der Stiftung mit undurchsichtigem Finanzgebaren, ist kein hinreichender Grund, das Versenken von Steuergeldern in ein hoch undemokratisches Projekt zu überdenken. Vielmehr ließ sich die AAS für 2.500 ein Gutachten stricken, in dem der Göttinger Sozialwissenschafter Samuel Salzborn die »rechten Kampagnen« gegen die Stiftung untersuchte. Das Salzbornsche Gutachten brachte, kaum verwunderlich, den Umstand zu tage, dass es sich bei dem »AAS-Bashing« um »ungeplante« Kampagnen handele, bei der sich »viele rechtsextreme und rechtskonservative Akteure« wegen »punktueller gemeinsamer Interessen« gegen die AAS engagiert hätten, weil diese »erfolgreich gegen die weitere Verbreitung rechter Propaganda« arbeite.

Dieser angeblich »erfolgreiche Kampf gegen rechte Propaganda« konnte und kann auf der AAS-Seite »Netz-gegen-Nazi« bewundert werden. Dieser Kampf der AAS gestaltete sich zum Jahreswechsel dermaßen »erfolgreich«, dass unter anderem Metropolico eine Klage gegen die AAS- Geldgeber prüfte, da auch Metropolico in diffamierender Weise an den AAS-Pranger gestellt wurde. Zwischenzeitlich wurde der Eintrag entfernt. Mutmaßlich  dürfte seitens der AAS ein gehöriges Maß an Rache bei der ehemaligen Einordnung mitschwingen. In dem Buch »Der Links-Staat«  zeigte Metropolico-Autor Christian Jung gleich mehrere Fundstellen auf, die die AAS und ihre Berührungspunkte mit Linksextremisten nachweisen.

Denunziant mit Migrahu gesucht

Indes kann die weit verzweigte, tief im links-politischen Gedankengut verankerte Stiftung lustig weiter zensieren und denunzieren. Aktuell auf jeden Fall sucht die AAS-eigene Prangerseite »Netz-gegen-Nazis« Verstärkung in der Redaktion.

Der denunziationswillige Online-Journalist soll zukünftig in einer 40-Stundenwoche die redaktionelle Betreuung der Website www.netz-gegen-nazis.de, dem »journalistischen Internetportal über Rechtsextremismus und Rassismus, und dessen Social Media-Präsenzen« übernehmen. Hierbei legen Kahane und ihre Genossen besonderen Wert auf »schnelle und professionelle journalistische Schreibe und Recherche und hohe Affinität zum Internet und Social Medias«. Zum Tätigkeitsbereich des »über ein abgeschlossenes geistes- bzw. sozialwissenschaftliches Hoch- bzw. Fachhochschulstudium« verfügenden Bewerbers gehört neben der »enge Kooperation mit dem Projekt Debate:Dehate «, die »Zusammenarbeit und Absprache mit den Mitarbeiter/innen der Amadeu-Antonio-Stiftung und weiteren Projekten der Stiftung« auch die Budgetverwaltung.

Heiko Maas »Taskforce gegen Hatespeech« kann dem Bewerber eine »verantwortungsvolle, vielseitige, interessante, kreative und innovative Tätigkeit bei einer renommierten, bundesweit agierenden Stiftung«, die »Einbindung in ein motiviertes und engagiertes Team und ein angenehmes Arbeitsumfeld« sowie »Freiheit für eigene Ideen« und eine »Vergütung in Anlehnung an den TvöD« in Aussicht stellen.

Ausdrücklich werde die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergund begrüßt. Dann viel Spaß beim steuergeldfinanzierten Zensieren und Denunzieren. (BS)

 

 

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