Internationale Meldungen

Guatemala (Bild: Jay Amezcua, DSCF1108; CC BY-NC 2.0; siehe Link)
01 Feb 2017

Mexiko verhindert illegale Migration ebenfalls durch eine Mauer

Stacheldraht, Wachtürme und schwerbewaffnete Grenzsoldaten, um Illegalen die Einreise zu erschweren. Vor allem deutsche Medien stilisieren Donald Trumps Vorhaben der Grenzsicherung zum Nachbarn Mexiko zu einem skandalösen Einzelfall. Dass es sich hier um eine Maßnahme handelt, die selbst das – als Opfer dargestellte-  Mexiko betreibt, wird geflissentlich verschwiegen.

Ob vermeidlicher »muslim ban«, 90-tägiger Stopp für die Aufnahme von syrischen Immigranten oder Halbierung der jährlichen Flüchtlingsaufnahme –  Donald Trump bringt das linksdrehende Blut in Wallung (Metropolico berichtete). Auch der im Wahlkampf angekündigte Grenzmauerbau zu Mexiko produzierte hysterische Reaktionen in den Schreibstuben unserer politisch-korrekten Medien. Was diese indes nicht kommunizieren: Auch Mexiko hat eine Mauer und zwar zum Nachbarland Guatemala. Diese Mauer – deren Existenz bislang keinerlei Kritik ausgelöst hat – wurde errichtet, um illegale Einwanderung nach Mexiko zu verhindern.

Vergessene Grenze

2010 teilte die Oberaufsicht der Steuerverwaltung SAT (Superintendencia de Administración Tributaria) Mexikos mit, die Grenze des Landes im mexikanischen Bundesstaates Chiapas zum Nachbarland Guatemala mit einer Mauer sichern zu wollen. Der Bau einer Grenzmauer, die bereit zum NAFTA Abkommen 1994 diskutiert wurde, verfolgte den Zweck, die Einfuhr illegaler Waren zu kontrollieren, so die Behörde damals. Die Mauer solle, laut damaliger Planung, am Ufer des Grenzflusses Suchiate errichten werden, da hierdurch verhindert werden könne, dass Flöße mit Schmuggelwaren den Fluss überquerten. Außerdem werde auch der ungehinderte Zutritt von illegalen Migranten nach Mexiko unterbunden.

Guatemalas Koordinatorin des Nationalen Runden Tisches für Migration erklärte in einem Interview, dass sie die geplante Maßnahme der mexikanischen Regierung für unangebracht halte. Guatemalas Vizepräsident, Rafael Espada, bediente sich damals ebenfalls dem ausgetreten Satz, dass Mauern keine Lösung für die Probleme seien, so das Magazin Info-direkt.

Mitten in Europa verlaufen Grenzmauern

Jedoch plant nicht nur Mexiko sich durch eine Grenzmauer vom Nachbarn Guatemala abzuschotten. Wie die Internetseite Freie Welt zusammen getragen hat, kündige Brasilien 2013 an, seine 17.000 Kilometer lange Grenze mit Drohnen und Hubschraubern überwachen zu wollen. Indien errichtete einen 4.000 Kilometerlangen Grenzzaun zum islamischen Bangladesch, um den massiven Zustrom illegal eingewandernder Muslime zu unterbrechen. Nord- und Südkorea trennt ebenso eine Mauer .

Israel versucht sich durch eine Grenzanlage gegen Terrorangriffe aus Gaza oder Palästina zu schützen. Selbst in Europa verlaufen, so die Freie Welt weiter, Mauern, die den politisch Korrekten keine Empörungsstürme wert zu sein scheinen. So zieht sich quer durch die nordirische  Hauptstadt Belfast eine 21 Kilometer lange Mauer, die Protestanten von Katholiken trennt. Auf Zypern trennt seit 1974 ebenfalls eine Mauer das Land und schottet den von der Türkei annektierten, nördlichen Teil der Insel vom griechisch-zypriotischen Süden ab.

Deutsche Medien befeuern Trump-Bashing mit allen Mitteln

Eine Studie des Civey-Umfrageinstituts im Auftrag des »Tagesspiegel« macht deutlich, dass insbesondere die Deutschen – und hier wiederum die Altersgruppe der bis zu 40-Jährigen- eine überwiegend negative Haltung zu Donald Trump haben. Diese Einschätzung dürfte eng mit dem Umstand verknüpft sein, dass sowohl Vertreter des deutschen politischen Establishments wie auch die ihnen ergebene Mainstreammedien dieses Bild massiv aufgebaut und befeuert haben und nach wie vor negativ bedienen. Die jahrelange links-politische Indoktrination in staatlichen Bildungseinrichtungen fährt auch hier ihre Ernte ein. (BS)

 

 

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