Regional

Gendermainstreaming-Kämpfer 2016 in Stuttgart (Bild: Metropolico.org)
02 Feb 2017

»Zwischengeschlechtliche Umkleidekabinen« im Hamburger Gender-Aktionsplan

Der Senat startet eine weitere Stufe im Genderplan der Stadt Hamburger. Mitte Januar wurde der »Aktionsplan für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt« beschlossen, der die Bürger »von der Kindheit bis ins Alter« begleiten soll . Ziel laut Pressemitteilung sei die Anerkennung von homo- und bisexuellen sowie von trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu fördern und gegen Diskriminierungen vorzugehen. Auch für »zwischengeschlechtliche Umkleidekabinen« in Sporthallen wird im Rahmen des Aktionsplans gesorgt sein.

Wie die Behörde für »Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung des Senats« mitteilt, benennt der »Aktionsplan« in 11 Handlungsfeldern »von der Kindheit bis ins Alter« über 90 Einzelmaßnahmen, mit denen die »Anerkennung, gerechte Teilhabe und Selbstbestimmung« von LSBTI*-Menschen gestärkt, sowie Diskriminierungen und Ausgrenzungen abgebaut werden sollen.

Gendermainstreaming von der Wiege bis zur Bahre

Katharina Fegebank, Hamburger Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung bekräftigt zu der, durch staatliche Stellen ausgerufenen Gender-Agenda, nochmals eigentlich Selbstverständliches: »Niemand darf wegen seiner geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung benachteiligt oder diskriminiert werden«. Die Senatorin mit grünem Parteibuch freut sich weiter, dass die Hansestadt mit Steuergeld und dem benannten Aktionsplan » einen wichtigen Schritt für die Gleichstellung gemacht« habe und bespielt im Fortlauf die schöne Welt des Gendermainstreamings durch Schlagworte wie »Diskriminierung und Ausgrenzung« sowie die »tolerante und offene Gesellschaft«, die scheinbar nur durch das Wirken von Politiker wie der 39-jährigen, ehemaligen Politikstudentin Fegebank zu realisieren ist.

Der Aktionsplan beschreibe die gleichstellungspolitischen Herausforderungen für Hamburg und stelle die Basis für die zukünftige Arbeit dar. Interessensvertretungen, Verwaltung und Politik hätten darin  gemeinsam  herausgearbeitet, »was sich ändern muss, damit lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen ohne Einschränkungen und mit den gleichen Möglichkeiten und Chancen leben können«. Die Umsetzung der in dem Aktionsplan vereinbarten Maßnahmen werde in den kommenden Jahren regelmäßig ausgewertet und fortgeschrieben.

Als Ziel des Aktionsplans wird die »Aufklärung und Sensibilisierung in allen gesellschaftlichen und staatlichen Bereichen wie zum Beispiel in Schule, Jugendeinrichtungen, Sportvereine, Senioren- und Pflegeeinrichtungen benannt. Um diese »unterschiedliche Lebensentwürfe« in Hamburg zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen – hier werden Maßnahmen wie die explizite Einbeziehung ins Hamburger Familienfest, in Sport- und Kulturveranstaltungen benannt, wird die lebenslang Behelligung des Bürgers durch die staatlich finanzierten Genderideologen vorangetrieben.

2016 genau drei Fälle von »homo- und transphoben Übergriffen«

Außerdem soll der Schutz vor homo- und transphoben Übergriffen verbessert werden. Betroffene können sich zum Beispiel an eine von zwei polizeilichen Ansprechpersonen wenden. Wie die Bildzeitung hierzu bemerkt, werde genau das bereits von der Hamburger Polizei auch ohne Verabschiedung des Aktionsplanes gemacht. Zwei Polizistinnen im LKA (»Fachstab 3«) seien hauptamtlich für nichts anderes zuständig. Die Gefährdungslage durch »homo- und transphoben Übergriffe« scheint sich jedoch übersichtlich zu gestalten. Laut Bild waren durch die vollzeitbeschäftigten Beamtinnen 2016 genau drei Fälle zu bearbeiten: Ein Transsexueller wurde bedroht, drei schwule Männer beleidigt. Ansonsten beraten die beiden Polizeikräfte vor allem LSBTI*-Vereine und Organisationen, um »Schwellenängste bei potenziellen Opfern zu reduzieren«.

Was dem Berliner Senat seine Unisex-Toiletten, das ist dem Hamburger seine »zwischengeschlechtliche Umkleidekabine« in Sporthallen. Der vorgestellte 63-seitige Aktionsplan sieht vor, da sich» zwischengeschlechtliche Schüler« in geschlechtsgetrennten Umkleide, – Wasch- und Toilettenräumen einem Konflik ausgesetzt sehen, diese durch »zwischengeschlechtliche Umkleidekabine« zu entlasten.

Wie in Hamburg und Berlin wird die Agenda des Gendermainstreamings inzwischen in vielen Bundesländern als neue Staatsdoktrin realisiert, so dass unsere Kinder quasi von der Wiege bis zur Bahre dem ideologiegetriebenem Zugriff der linksdrehenden Genderideologen ausgeliefert sind. (BS)

 

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Gender Gaga von Birgit Kelle

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