Deutschland

Was Ralf Stegner (SPD) unter Humor versteht ist erschreckend (Bild: Twitter)
06 Feb 2017

Ralf Stegner wollte dieses Mal einfach nur lustig sein

SPD-Vize Ralf Stegner ist für seine geschmacklosen, bis zur Gewalt aufrufenden Zwitschereien mehr als bekannt. So zog er am Sonntag auf Twitter über die Facebook-Chefin Sheryl Sandberg her und verglich diese mit der, im NSU-Prozess angeklagten Beate Zschäpe. 

SPD-Vize Ralf Stegner, der auf Twitter und Facebook in der Vergangenheit mehrmals mit Ausfälligkeiten gegen die politische Konkurrenz pöbelte und insbesondere, wenn es um die AfD geht, auch zur Gewalt gegen diese aufruft, wollte dieses Mal wohl einfach nur besonders lustig sein.

Ralf Stegner (SPD) präsentiert seinen Humor (Bild: Screenshot Twitter)

Und so twitterte der Linksaußen der SPD, von den Einen »Pöbel-Ralle«, von Anderen auch als »geistiger Brandstifter« titulierte, am Sonntag munter darauf los.

»Und ich dachte Frau Tschzäpe sei in U-Haft«

Unter ein Foto, das neben dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump und  US-Vizepräsident Mike Pence auch die 47-jährige Facebook-Chefin Sheryl Sandberg zeigt, zwitscherte Stegner: » Und ich dachte Frau Tschzäpe sei in U-Haft«.

Zum einen scheint der SPD-Politiker Stegner die mächtige Chefin des ebenso mächtigen Facebook-Konzerns nicht zu kennen, zum anderen schrieb er bei seinem ach so lustigen Post auch noch den Namen der NSU-Hauptangeklagten falsch.

»Haben Sie dies tatsächlich getwittert und dann wieder gelöscht?«

Dann wohl doch beide Peinlichkeiten erkannt, löschte Stegner sein „Gebrabbel“. FDP-Chef Christian Linder scheint jedoch genau zu verfolgen, was Stegner im www so absondert und kommentierte keine halbe Stunde später Stegners Ausfall mit einer Nachfrage: »Haben Sie dies tatsächlich getwittert und dann wieder gelöscht?«

Kurz meldete Stegner zurück: »War ein bedauerlicher Fehlgriff, den ich deshalb auch schnell gelöscht habe. Sollte nicht vorkommen – war aber so«. Kommentatoren scheinen »Pöbel-Ralle« die zur Schau getragene Entschuldigung nicht zu glauben.

Ralf wollte wohl einfach nur lustig sein

Mehrfach schon verbreitete  Stegner Geschacklosigkeiten, bis hin zu schlichten Unwahrheiten. So wurde dem Sozialdemokraten im April 2016 per Gericht verboten, weiterhin zu verbreiten, die AfD sei »für die Todesstrafe für demokratische Politiker« (Metropolico berichtete). Im Mai 2016 kassierte der Sozialdemokrat eine Strafanzeige der AfD, da er ebenfalls auf Twitter schrieb:  »Fakt bleibt, man muss Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren, weil sie gestrig, intolerant, rechtsaußen und gefährlich sind! «.

Bei der aktuellen und bereits wieder gelöschten Geschmacklosigkeit rief Stegner zumindest nicht zur Gewalt gegen den politischen Gegner auf. Ralf wollte wohl einfach nur lustig sein. (BS)

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