Deutschland

Schrottbusse-Installation in Dresden (Bild: Thomas Skowron; CC BY 4.0; siehe Link)
09 Feb 2017

Schrottbusse-Installation in Dresden »Schluss mit dieser Absurdität«

Die drei senkrecht aufgestellten Busse, als »Mahnmal für zivile Opfer militärischer Gewalt« vor die Dresdner Frauenkirche gepflanzt, erregen die Gemüter. Hinweise verdichten sich, dass das Original in Aleppo von militanten Salafisten und nicht – wie behauptet – von Zivilisten errichtet wurde. Hinter dem ganzen Kunstzauber steht die Stiftung »Kunst und Musik für Dresden«, die zu den Kosten der Busseinstallation keine Angaben machen möchte.  Im Stiftungsrat sitzt Martina de Maizière, die Frau von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

Die Stadt Dresden hatte regelrecht um das Monument des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni gekämpft. Angeblich habe die Bevölkerung von Aleppo solche Busse zum Schutz vor Angriffen genutzt, so eine der Begründungen für den Entschluss, drei schrottreife Busse vor der geschichtsträchtigen Frauenkirche in Dresden zu platzieren. So sollte eine Woche vor dem Jahrestag der Zerstörung Dresdens 1945 an das angeblich gemeinsame Schicksal beider Städte erinnert werden. Auf dem Theaterplatz, direkt vor der Semperoper wird in gleichem Zusammenhang die Installation »Lampedusa 361« gezeigt. 90 großformatige Fotos von Gräbern werden auf dem Platz ausgebreitet als »symbolische Gräber von Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertrunken sind«.

Wo ist das Denkmal für die Opfer der Dresdner Bombennächte

Dieser Lesart wollten am Dienstag rund 60  Demonstranten nicht folgen und zeigten deutlich ihren Unmut bei der Eröffnungsrede zur Einweihung des Kunstprojektes durch den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Dieser  versuchte, in polarisierenden Worten wie: » Die Rechtspopulisten, die nicht nur in unserer Stadt, sondern überall in Europa an Zuspruch gewinnen, bauen auf das Vergessen. Umso wichtiger ist es, dem Erinnern ein ‚Monument‘ zu setzen« gegen »Hilbert muss weg«-Sprechchöre anzureden.

Künstler Halbouni und Frank Richter, Theologe und Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche,  sahen durch die Demonstranten eine »Grenze überschritten«. Er habe »blanken Hass« aus den Augen und Mündern der Kritiker erlebt, so Richter gegenüber dem MDR. Die Menge sei gekommen um zu hetzen, zu stören und zu pfeifen und den Oberbürgermeister als Volksverräter zu beschimpfen. Hilbert hatte mit seiner Aussage: »Dresden war keine unschuldige Stadt, das wurde wissenschaftlich ausgewertet«, für enorme Entrüstung gesorgt.

Kulturpolitiker Gordon Engler der AfD-Stadtratsfraktion widersprach Hilbert. Schuld sei immer persönlich, und eine Stadt dürfe nicht kollektiv als schuldig verurteilt werden und stellte fest, dass der OB »tief im links-grünen Schuld-Mythos« wate. Hilbert erhielt nicht nur Zurechtweisungen sondern auch massive Drohungen aus den sozialen Netzwerken heraus, so dass der Staatschutz seine Ermittlungen aufgenommen habe.

»Hinweise, dass militante Salafisten Busse- Barrikade errichteten, keine Zivilisten«

Gestern noch als »rechte Fake News« von den Mainstreammedien ausgemacht, meldeten am Donnerstag Vertreter aus genau denselben Redaktionsstuben wenig Erfreuliches für die Verfechter des hoch umstrittenen, angeblichen Mahnmals.

»Es gibt Hinweise, dass militante Salafisten sie errichteten, keine Zivilisten…Es existiert ein Foto der Barrikade in Aleppo, aufgenommen vom Reuters-Fotografen Amar Abdullah unmittelbar nach deren Errichtung im März 2015. Darauf ist als Krönung der Sperre die Flagge einer islamistischen Rebellengruppe zu sehen, der Ahrar ash-Sham. Diese wird vom Verfassungsschutz der Bundesrepublik als „Terroristische Vereinigung“ eingestuft… Sie wollen das Asad-Regime stürzen und durch einen islamischen Staat ersetzen, der auf dem islamischen Recht der Scharia beruhen soll«, so die Meldung der Sächsischen Zeitung in der Onlineausgabe.

»Dieses »Mahnmal« sollte eine einzige Funktion haben, nämlich die Deutschen zu mahnen, endlich solche »Mahnmale« zum Teufel zu schicken«

Auch Imad Karim, libanesisch-deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist, der sich selbst als »atheistischer Deutschlandverliebter« bezeichnete und unermüdlich vor der aus links-grüner Seite betriebenen, kritiklosen Islam-Verliebheit warnt (Metropolico berichtete), nimmt Stellung und teilt mit, dem Bussekünstler folgende Passage via Facebook übersendet zu haben:

»Dieses »Mahnmal« Manaf Halbouni يا مناف او sollte eine einzige Funktion haben, nämlich die Deutschen zu mahnen, endlich solche »Mahnmale« zum Teufel zu schicken. Deutschland, Dresden und die Menschen hier haben mit diesem seit über 1.450 Jahren andauernden islamisch-islamischen Barbarenkrieg NICHTS aber gar nichts zu tun. Es reicht! Die Verunstaltung Dresden durch solche von Ahrar Al Scham und anderen Islamisten verwendeten Symbole ist eine neuer »modernartiger« Angriff auf Dresden. 

Die masochistischen Neigungen der Deutschen widern mich an. 

Was haben diese hässlichen Busse an so einem Ort zu suchen? Nichts, gar nichts!.

Der Künstler soll seine Busse vor der saudischen Botschaft stellen, dann zeigt er Mut und nicht hier an diesem seit 70 Jahren nach Frieden schreienden Platz, der stets und erneut immer wieder von linksversifften, grünvergrünten und devoten CDUlern und anderen Gesinnungsethikern missbraucht wird. 

Ich weiß wovon ich rede, denn ich bin Halbsyrer und halblibanese und als Agnostiker aus islamischem Hintergrund sage ich allen:

Hört auf mit Deutschland, Heimat meiner Werte, so respektlos umzugehen.

Diese hässlichen Busse und deren »Kunstkennende« Bewundrer stellen den Gipfel der Feigheit und Heuchlerei dar.

Schluss mit dieser Absurdität«

Frau de Maizière bedankt sich beim Künstler

Hinter der mehr als kritikwürdigen Businstallation steht die Stiftung Kunst & Musik Dresden, die sich auf ihrer Homepage gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, dem Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM), der Kunstkommission für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Dresden, und der Stiftung Osterberg für Kunst und Kultur über das mittlerweile zum Politikum gewordenen »Monument« beglückwünscht. Zu der Höhe der Kosten wolle man keine Angaben machen.

Hierzu teilt das Kunsthaus Dresden laut dem MDR mit: »Die Partner haben sich geeinigt, keine Zahlen zu veröffentlichen, da diese nur eine sehr ungenaue Auskunft über den tatsächlichen Umfang der Leistungen, die zur Realisierung des Monumentes geführt haben, geben würden. Da oft die Frage nach geflossenen Steuergeldern kommt: Das Kunsthaus Dresden ist eine Kultureinrichtung der Stadt, und in dem Maße, in dem die Arbeitszeit der Mitarbeiter betroffen ist, handelt es sich um Steuergelder.«

Persönlich bedankte sich Martina de Maizière, die Ehefrau unseres Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), beim Künstler. Martina de Maizière sitzt im Vorstand der »mutigen« Stiftung. (BS)

 

 

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