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CDS Frankfurt (Bild: McFlunilu; CSD Frankfurt 2011; CC BY-NC 2.0; siehe Link)
16 Feb 2017

CSD Köln ist zahlungsunfähig und hat Insolvenz angemeldet

Der Veranstalter des Kölner Christopher Street Days (CSD) hat am Dienstag einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen beim Amtsgericht gestellt.  Die »Aidshilfe Köln« und die Beratungsstelle »Rubicon« wollen mit einem neuen Bündnis die» Mega-Party« stemmen. Homosexuelle fordern indes die CSD-Initiatoren auf, endlich damit aufzuhören, schwule Männern und lesbische Frauen durch grell aufgeschminktes Missionierungsgehabe weiterhin zu schaden.

Der  Vorstand der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuST), Veranstalter des Kölner Christopher Street Days (CSD) gab am Dienstag bekannt, das Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht beantragt zu haben. Dies teilte die Aidshilfe Köln und des rubicon e.V. online mit.

Wie die regionale Boulevardzeitung Express mitteilt, habe der Verein das Budget überzogen. Hinzu kommen würden noch diverse offene Forderungen. Es gehe aber »nur um Zehtausende Euro, was bei rund 300 Mitgliedern, darunter viele finanzkräftige Firmen und Gastronomen, eigentlich ein großer Witz. Denn beim CSD werden ja Millionen Euro wieder eingenommen«, so ein Insider gegenüber der Zeitung.

Verantwortung übernehmen und die Mega-Party stemmen

Die Aidshilfe Köln und die Beratungsstelle »Rubicon« teilten neben der Bekanntgabe der Zahlungsunfähigkeit des CSD Köln mit, Unsicherheiten schnell beseitigen und jetzt »Verantwortung übernehmen zu wollen. Mit einem neuen Bündnis werde man die Mega-Party stemmen, so ein Sprecher der Aidshilfe Köln.

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet, dass 50. 000 Euro, die als Rücklage gedient hatten, vollständig aufgebraucht worden seien. Zudem würden Vereinsmitglieder anzweifeln, dass Sponsorengelder tatsächlich dem Verein zugute gekommen seien, so David Berger auf dem Internetblog Philosophia Perennis, der über die Parade des CSD-Vereins bemerkt, dass diese bereits im vergangene Jahr wegen ihrer einseitigen politischen Instrumentalisierung Homosexueller für linkspopulistische Anliegen scharf in die Kritik geraten sei. Das Portal gaystream.info bemerkte damals, dass über weite Strecken die ganze Veranstaltung wie eine Wahlkampfveranstaltung gegen die AfD erschienen sei.

Bürgerliche Homosexuelle sind mit links-grünen Schreihälsen nicht vergleichbar

David Berger, katholischer Theologe, Publizist und bekennender Homosexueller forderte kürzlich den CSD Berlin auf, endlich damit aufzuhören, schwule Männern und lesbische Frauen durch grell aufgeschminktes Missionierungsgehabe weiterhin zu schaden: »Wenn es euch wirklich um die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz Homosexueller geht, dann legt den ganzen CSD für die nächsten Jahre erst mal auf Eis! Oder noch besser: schafft ihn ganz ab! «, so sein Aufruf.

Mirko Welsch, Gründer und stellvertretender Bundessprecher »Homosexuelle in der AfD» stellte in einem Metropolico-Interview dar, dass homosexuell sein nicht automatisch links-sein bedeute. Bürgerliche Homosexuelle seien mit links-grünen Schreihälsen nicht vergleichbar.» Die Gleichung homosexuell ist gleich links ist falsch. Es gebe auch sehr viele bürgerliche Homosexuelle, die eine neue politische Heimat suchen würden. (SB)

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