Kommentar

Einer von vielen (Symbolbild: Metropolico.org)
17 Feb 2017

Schlaglicht: Einer von vielen

Schlaglicht: Achmed M. (28) aus Eritrea kam im Schlauchboot übers Meer. Er kam nicht  nur um zu bleiben. Er kam, um zu betrügen. Sozialleistungen, mehr als 33.500 Euro. Er meldete sich in Niedersachsen, in Harburg, Osnabrück und Hannover. Vierfach kassierte er ab.  Etwa anderthalb Jahre lang. Der Muslim kaufte Alkohol, teuere Klamotten.

Besonders beachtlich:  Erst im Juli 2016, mehr als eineinhalb Jahre nach seiner Ankunft, musste er erstmals seine Fingerabdrücke abgeben. Hunderte ähnliche Fälle gibt es in Braunschweig, tausende im ganzen Bundesgebiet, sagen die Ermittler. Und was macht die Polizei, die Justiz dagegen? Es gibt große Hindernisse zwischen den verschiedenen Informationssystemen wie etwa dem Schengener Informationssystem (SIS) und dem des deutschen Bundeskriminalamtes (AFIS) bezüglich nicht abrufbarer Fingerabdrücke von Gesuchten. Hier muss SIS dringend um eine automatisierte Möglichkeit eines Fingerabdruck-Datenabgleichs nachgerüstet werden. Wurde es aber nicht.

So stehen sich Täter und Polizei nicht selten mehrfach gegenüber. Ein geständiger Betrüger in Hannover ergaunerte rund  20.000 Euro. Er kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Darf also weitermachen.  Angela Merkels Willkommenskultur einmal etwas anders.

Ein Jahr und neun Monate solle der vierfache Achmed nun in Haft, ohne Bewährung. Nach zwei Dritteln kommt er dann wieder raus. Dann hat er den Staat weitere 100 000 Euro gekostet. Abgeschoben wird er aus irgendeinem Grund nicht. Der Verteidiger sah klare Gründe für die hohe Strafe: Die Schöffen waren schuld! Sie wollten den armen Flüchtling doch nur im Gefängnis sehen.

Nein, die Schöffen wollten diesen Kriminellen eigentlich nicht so kriminell aktiv in Deutschland sehen. Seltsam. Die Argumentation gegen den Bösen Deutschen greift im Lande der Selbstbeschuldiger und Masochisten immer wieder erschreckend gut. Da dürfen wir uns nicht wundern, wenn Achmeds Fall Schule macht.

 

 

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