Regional

Kreis- und Stadtrat der Linken in Weißenburg, sowie geschäftsführenden Landesvorstand der Partei Die Linke in Bayern, Erkan Dinar (Bild: Facebook)
19 Feb 2017

Linker Stadtrat uriniert, pöbelt und prügelt sich durch Lokale

Weißenburg / Bayern: Der Weißenburger Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (Die Linke) hat nach Beleidigungen, Handgreiflichkeiten und öffentlichem Urinieren in örtlichen Lokalen Hausverbot erhalten und ist somit erneut ins Visier der Ermittler geraten. Bereits 2014 schlug er betrunken auf Polizeibeamte ein.

Erkan Dinar (Die Linke), der seit  Anfang Juli 2016 dem neunköpfigen geschäftsführenden Landesvorstand der bayerischen Linken angehört, soll alkoholisiert in ein Weißenburger Lokal uriniert und einen ihn darauf ansprechenden Gast wüst beschimpft haben.

Hoch aggressiv den Wirt als »Glatzen-Nazi« beschimpft

Der türkischstämmige 36-jährige Ex-Juso, der 2002 aus der SPD aus und in die PDS Weißenburg eintrat, habe das Lokal verlassen, dieses jedoch später nochmals betreten wollen, woraufhin der Wirt ihm Hausverbot erteilt. Daraufhin habe ihn der Linke »zur Seite geschubst« und gefragt, was er hier überhaupt zu melden habe, so der Gastwirt gegenüber dem Weißenburger Tagblatt.Die anwesende Gäste seien entsetzt gewesen, so der Gastronom, der selbst noch nie einen so aggressiven Gast in seinem Lokal erlebt habe.

Der Sozialist, der bis zu seinem Austritt  im Führungskreis der »Antikapitalistischen Linken Bayern«, dem »linke Flügel der Linken« saß, hat sich nach Eigendarstellung seit Jahren auf die »Bekämpfung des Mitte- und Rechtextremismus in Bayern« spezialisiert, soll sodann seine abendliche »Erlebnistour« fortgesetzt haben und in einem anderen Lokalität ein Bier bestellt, dieses aber nicht bezahlt haben, worauf die Bedienung ihm dieses wieder abnahm. Daraufhin trank er nach Zeugenaussagen einfach am Getränk eines weiblichen Gastes. Der Linke habe, als er vom Begleiter der Frau aufgefordert worden sei, das zu unterlassen, diesen bespuckt und angegriffen haben. Auch dort wurde er des Lokals verwiesen und erhielt Hausverbot. Vor der Türe des Lokals soll es sodann »richtig zur Sache« gegangen sein, als Dinar den Wirt mehrmals als »Glatzen-Nazi« beschimpft habe. Bevor die Polizei eintraf, flüchtete er.

Bereits 2014 volltrunken auf der Kirchweih unterwegs

Bereits kurz nach seiner Wahl zum Stadt- und Kreisrat im Jahr 2014 hatte Dinar, ebenfalls alkoholisiert, auf der Weißenburger Kirchweih einem Polizisten ins Gesicht geschlagen und bei seiner Festnahme noch mehrmals seinen Kopf auf die Motorhaube des Streifenwagens gehauen, so das Portal nordbayern.de. Der Linken-Politiker erhob daraufhin schwere Vorwürfe gegen die Polizei und sprach von übertriebener Härte. Dinar begab sich vorsorglich in ärztliche Behandlung. Wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzliche Körperverletzung und Beleidigung erhielt Erkan Dinar 2014 einen Strafbefehl. Daraufhin bot Dinar seinen Rücktritt aus dem Stadtrat an. Seine Genossen stimmten jedoch mit 87 Prozent für seinen Verbleib.

Die Polizei bestätigte die aktuellen Ermittlungen gegen Dinar und die Aktenkundigkeit eines Hausverbotes. Mittlerweile wird auf Facebook der Rücktritt von Dinar als Stadtrat gefordert. Als Gegenaktion wurde die Facebook-sSeite Solidarität mit Erkan Dinar  veröffentlicht.. Neben seiner Stadt- und Kreisratstätigkeit engagiert sich der Linkenpolitiker ehrenamtlichen in über 30 Initiativen, Organisationen und Vereinen wie Linksjugend ’solid, VVN oder attac Deutschland. (SB)

 

 

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