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»Antifaschistische« Jugendliche »protestieren« gegen Polizeigewalt in Paris (Bild: Facebook Screenshot)
24 Feb 2017

Jugendliche verbarrikadieren Schulen bei gewaltsamen Protesten

Paris: Jugendliche lieferten sich am Donnerstag gewaltsame Auseinandersetzungen nach einer nicht genehmigten Demonstration mit der Polizei. Dabei wurden in Paris in 16 Schulen die Eingänge verbarrikadiert. 12 Schulen wurden geschlossen. Zur Demonstration hatte ein » antifaschistische  Netzwerk« aufgerufen. Mit Video.

Am Donnerstag versammelten sich rund 900 Jugendliche im Osten von Paris auf dem Platz der Nation um zum wiederholten Male gegen die angebliche Polizeigewalt, die bei der Festnahme eines 22 Jahre alter Franzosen schwarzafrikanischer Herkunft Anfang Februar stattgefunden haben soll, zu protestieren. In mindestens fünf hoch immigrierten Pariser Vororten kommt es seit annähernd zwei Wochen zu Migrantenaufständen, die nun auch in der französische Hauptstadt angekommen sind. (Metropolico berichtete).

16 Schulen verbarrikadiert, 12 geschlossen

Bei der nicht genehmigten Demonstration am Donnerstag in Paris eskalierte die Gewalt. Die teils vermummten Jugendlichen bewarfen die Polizisten mit Steinen. Die Sicherheitskräfte setzen Tränengas ein und nahmen mindestens 26 Personen fest. Einige Zugänge zur Metro und zum Verkehr wurden geschlossen. Die randalierenden Jugendlichen beschädigten Autos und Geldautomaten. Zudem wurden am Donnerstagvormittag rund 16 Schulen mit Mülltonnen verbarrikadiert und stellenweise in Brand gesetzt. 12 Schulen wurden laut Medienberichten geschlossen.

Der Aufruf zu den Blockaden und zur Demonstration kam laut Facebookeintragungen von der Bewegung »Mouvement Inter Luttes Indépendant«. Seit 2014 beteiligt sich das Netzwerk, das sich laut Eigendarstellung  als „gegen das System und antifaschistisches» Netzwerk definiert, an »Veranstaltungen« in Paris. (SB)

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