Linksextremismus

Bekennerschreiben auf linksextremistischen Blog Indymedia (Bild: Screenshot)
15 Mrz 2017

Antifa-Bekennerschreiben zu Einbruch bei Lucke-Partei

Im Zusammenhang mit dem  Einbruch, dem Datendiebstahl und der Verwüstung der Bundes- und Landesgeschäftsstelle der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) Anfang März in Berlin ist am Dienstag auf der Antifa-Internetseite Indymedia ein Bekennerschreiben von Linksextremisten veröffentlicht worden.

Anfang Berlin wurde in die Geschäfträume der ehemaligen Alfa-Partei, nun Liberal-Konservative Reformer (LKA) eingebrochen, Möbel mit Pulverfeuerlöscher beschädigt und zudem zahlreiche Ordner mit wichtigen Unterlagen gestohlen.

»Legitimes Angriffsziel«

Nun wurde auf der linksextremistischen Internetseite linksunten.indymedia ein Bekennerschreiben der Antifa Berlin veröffentlicht:

»Bewaffnet mit 2 Pulverfeuerlöschern und entsprechenden Werkzeugen um Türen zu öffnen, statteten wir der Bundesgeschäftsstelle (gleichzeitig die Geschäftsstelle vom Landesverband Berlin) der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) am 02.03. einen Besuch ab. Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel, einst in der AFD Bundesvorsitzende und nach internen Streitigkeiten ausgetreten, gründeten 2015 die Allianz für Fortschritt und Aufbruch, kurz ALFA. Nach einem verlorenen Rechtsstreit musste sich die Partei umbenennen und heißt seit November 2016 LKR. Derzeit wird Lucke als Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl 2017 geführt.

Die gesellschaftlichen reaktionären Prozesse der vergangenen Jahre sind für uns Grund genug, Rassisten, Faschisten und deren Profiteure direkt anzugreifen. Während rechtspopulistische Thesen europaweit auf Zustimmung stoßen und eine Salonfähigkeit schon längst in der Bevölkerung angekommen ist, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht nicht tatenlos zuzuschauen.
Auch wenn Lucke nach seinem Austritt aus der AFD erklärte er wolle „kein bürgerliches Aushängeschild“ für ausländerfeindliche Tendenzen sein, er und seine Partei betreiben dennoch eine nationalistisch-“wirtschaftslieberale“ Politik und sind somit ein legitimes Angriffsziel.

Den Wahlkampf sabotieren!

Nationalismus ist keine Alternative!

Am 18.3. nach Leipzig!«

SPD, Grüne, Linke und Gewerkschaften müssen sich distanzieren

»Ein Anschlag auf eine demokratische Partei ist ein Anschlag auf die Demokratie selbst. Es gibt einen linken Bodensatz in unserer Republik, der nicht nur demokratiefeindlich, sondern hochgradig kriminell, gewaltbereit und aggressiv ist. Das Verhalten der Antifa ist häufig mit den Praktiken der nationalsozialistischen SA in der Weimarer Republik zu vergleichen. Hier handelt es sich nicht um politische Aktivisten, sondern zumindest in  Teilen um Verbrecher«, so der LKR-Generalsekretär Jürgen Joost in einer Pressemitteilung.

Der gewaltbereite rote Sumpf, so der LKR-Generalsekretär weiter, müsse genauso ausgetrocknet werden wie der gewaltbereite braune Sumpf: »Wir wissen, dass auch linke Parteien und Gewerkschaften Verbindungen zur Antifa pflegen. Ich fordere SPD, Grüne und Linke und alle gesellschaftlichen Gruppen auf, jegliche Verbindung zur Antifa zu beenden und sich eindeutig zu distanzieren. Wer rechte Gewalt anprangert und zu linker Gewalt schwiege, wäre ein Heuchler mit abgrundtiefer Doppelmoral. Ich bin gespannt.« (SB)

 

 

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