Regional

Bayerische Kriminalstatistik 2016 zeigt massiven Anstieg bei durch Immigranten begangenen Straftaten auf (Bild: Metropolico.org)
15 Mrz 2017

Bayern: Massive Zunahme von Migrantenkriminalität

Am Montag veröffentlicht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die bayerische Kriminalstatistik 2016: Rückgang bei Diebstählen und Wohnungseinbrüchen. Indes: Zunahme bei Gewaltkriminalität, die großteils ausländischen Tatverdächtigen, vor allem »Flüchtlingen« zuzuschreiben sei.

»2016 ist die Zahl der Straftaten in Bayern leicht angestiegen. Gleichzeitig konnte die Bayerische Polizei aber die bundesweit vergleichsweise ohnehin schon hohe Aufklärungsquote weiter verbessern. Rückgänge gab es in Bayern vor allem bei der Zahl der Diebstahlsdelikte. Aufgrund intensiver Polizeikontrollen hat sich die Zahl der Rauschgiftdelikte erheblich erhöht. Ebenfalls gestiegen sind die Fälle der Gewaltkriminalität. Angesichts des massiven Flüchtlingszustroms stieg auch die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer in Bayern deutlich«, so die Kernpunkte der bayerischen Kriminalstatistik 2016, die Innenminister Joachim Herrmann am Montag in München vorstellte.

Kriminalitätsanstieg bei tatverdächtigen Zuwanderern um 57,8 Prozent

Bereinigt um die rein ausländerrechtlichen Verstöße wie illegale Einreise stieg 2016 die Zahl der in Bayern registrierten Straftaten um 3,3 Prozent auf 614.520 Fälle an. Die bereinigte Häufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, stieg um 2,1 Prozent auf 4.785. Einschließlich der ausländerrechtlichen Verstöße wurden 2016 bayernweit 882.473 Straftaten registriert (+9,5 Prozent). Fast ein Drittel davon waren ausländerrechtliche Verstöße (267.953, +27 Prozent). Die Häufigkeitszahl lag infolge der gestiegenen Fallzahlen bei 6.871 (+8,2 Prozent).

»Besorgniserregend« nannte Herrmann laut Pressemitteilung des Ministeriums die Entwicklung der Kriminalität von »nichtdeutschen Tatverdächtigen«. Trotzdem die nachfolgende Statistik um rein ausländerrechtliche Verstöße wie illegaler Grenzübertritt von Asylsuchenden bereinigt ist, zeigt sich ein alarmierendes Bild:

2016 waren laut der bayerischen Kriminalstatistik von den insgesamt 274.633 Tatverdächtigen 180.023 Deutsche und 94.610 Nichtdeutsche. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg gegenüber dem Vorjahr an und lag bei 34,4 Prozent. 2016 wurden in Bayern insgesamt 26.332 tatverdächtige Zuwanderer erfasst. Das sei ein Anstieg um 57,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Unter den tatverdächtigen Zuwanderern bildeten Syrer mit 16,1 Prozent die größte Gruppe, gefolgt von Afghanen mit 14,3 Prozent, Irakern mit 8,8 Prozent und nigerianischen Staatsangehörigen mit 6,8 Prozent. Herrmann: »Der Anstieg der Kriminalität in Bayern im Jahr 2016 ist im Ergebnis ganz überwiegend ausländischen Tatverdächtigen, darunter insbesondere Zuwanderer, zuzuschreiben.« Fast verdoppelt habe sich die Zahl der Straftaten in Asylbewerberunterkünften – auf 12 300 Fälle. »Wir haben eine hohe Zahl von Gewaltdelikten, die innerhalb der Asylbewerberunterkünfte verübt werden«, so Herrmann.

Durch Zuwanderer begangene Gewaltdelikte stiegen um 93 Prozent

Bei der Gewaltkriminalität gab es 2016 in Bayern einen Anstieg um 9,8 Prozent auf 21.101 Fälle. Die Aufklärungsquote habe sich um 0,3 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent verbessert. Mit einem Anteil von mittlerweile 81,9 Prozent dominieren nach wie vor die gefährlichen und schweren Körperverletzungen. Die Zahl der Straftaten gegen das Leben stieg 2016 um 14,9 Prozent auf 587 Fälle, darunter 358 Versuche. Allein 17 Morddelikte, davon neun vollendete und acht versuchte Delikte, würden auf den »Amoklauf« in einem Münchner Einkaufszentrum im Juli 2016 zurückgehen.

Die durch Zuwanderer begangenen Gewaltdelikte stiegen um 93 Prozent auf 3.495 Fälle. Der Tatort lag bei 58,3 Prozent dieser Fälle innerhalb von Asylbewerberunterkünften. In 64,9 Prozent der Fälle handelte es sich um Gewaltdelikte unter Zuwanderern.

Weniger Diebstähle und Wohnungseinbrüche

»Positiv« sei nach Herrmanns Worten der Rückgang der Fallzahlen bei Diebstahlsdelikten zu bewerten. Diese seien um 2,7 Prozent auf 180.260 Fälle gesunken. Allerdings stieg der Gesamtschaden 2016 auf 206 Millionen Euro an. Das deute darauf hin, dass die  Täter immer professioneller vorgehen und insgesamt immer höherwertigere Beute machen, so die Erklärung des CSU-Politikers. Der Anteil der Nichtdeutschen in diesem Deliktsbereich an allen Tatverdächtigen lag bei 42,8 Prozent.

Das Einbruchsniveau habe sich 2016 auf insgesamt 7.470 Wohnungseinbrüchen »stabilisiert«, was Herrmann als besonders erfreulich titulierte. Der Innenminister verstieg sich zu der Aussage– nachdem in Nordrhein-Westfalen das Einbruchsrisiko rund fünfmal höher liege –   dass es in Bayern besonders sicher sei.  49,3 Prozent bei Wohnungseinbruchsdelikten waren nichtdeutsche Tatverdächtige, vorwiegend aus Mittel- und Osteuropa. (BS)

 

 

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