Regional

AfD kontert auf Seehofers Russlanddeutschen-Offensive (Bild: Screenshot Petr Bystron)
20 Mrz 2017

AfD spricht russisch – nicht nur -wie die CSU- auf Plakaten

Die Strategen der CSU wollten offensichtlich im Anschluss an Horst Seehofers (CSU) Moskau-Besuch einen wahlkampftaktischen Clou landen und platzierten für teures Geld CSU-Werbung in russischer Sprache im Internet. Kaum online, konterte der bayerische  AfD-Landeschef Petr Bystron: »Wir sprechen russisch nicht nur auf Plakaten«.

Via Facebook und mit bezahlten Online-Werbebannern wollte die CSU nach dem Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in Moskau den russischen Weg weiter verfolgen und die hiesigen Russlanddeutschen auf Russisch zur Stimmabgabe fürs eigene Parteigefilde ermuntern. »Wir wollen keine Republik, in der linke Kräfte und der Multikulturalismus die Vorherrschaft haben«, so der CSU-Spruch. Ein weiterer, mit dem Konterfei von CSU-Generalsekretär Anderea Scheuer geschmückten Posting lautete die Message – ebenfalls auf Russisch: »Der deutsche Pass ist keine Ramschware«.

»Wir sprechen russsich nicht nur auf Plakaten!«

Petr Bystron, Chef der bayerischen AfD konterte sehr zeitnah zu Seehofers russischer Wählermobilisierung auf Facebook mit dem Posting: »Der CSU laufen die alten Wähler in Massen davon. Jetzt sollen offenbar die Russlanddeutschen die Lücken schließen. Aber Horst, die sind doch schon längst bei uns. Denn: »Wir sprechen russsich nicht nur auf Plakaten!«

Die das Internetportal Journalistenwatch berichtet, habe Bystron, der fließend Russisch spreche und zudem ein Studium in Slawistik vorzuweisen habe,  mit dieser Aktion einen » Volltreffer gegen seinen Kontrahenten Seehofer« gelandet, da das Bemühen um die Russlanddeutschen durch die bayerische Schwesterpartei der CDU  nur wenig glaubwürdig erscheine, da die  Russlanddeutschen bislang in deren Reihen kaum eine Rolle gespielt hätten.

Bei der AfD hingegen würden sich zahlreiche Russlanddeutsche engagieren. Zudem liege das AfD-Parteiprogramm auf Russisch vor. In vorangegangenen Wahlen zeigte sich, dass der Zuspruch aus dem Lager der Russlanddeutschen zur AfD überproportional stark sei. Dies zeige auch die aktuelle Facebook Aktion: Während die CSU ihr Werk mühsam bewerben muss, wurde Bystrons Banner von Facebook-Usern kostenlos weiter geteilt. (SB)

 

 

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