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Chef von FIRM und des Antifa-Vereins a.i.d.a.: Marcus Buschmüller (Bild: Metropolico).
05 Apr 2017

Stadt-Stasi widerruft ihre »Studie« zur AfD-Bayern

Das städtisch finanzierte Feierwerk, in dem auch der Antifa-Verein a.i.d.a. unter der Bezeichnung »FIRM« sein Unwesen treibt, musste eine »Studie« zur AfD in Bayern widerrufen. Dr. Robert Philippsberg, der für FIRM tätig ist, hatte in seiner »Studie«, die unter anderem von der grünennahen Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht wurde, unwahre Behauptungen aufgestellt.

Im Jahr 2008 beschloss der Münchner Stadtrat, a.i.d.a. mit der Bespitzelung von politischen Gegnern zu betrauen. Die Zuschüsse für diese Tätigkeit erhöhten sich im Laufe der Zeit auf 149.000 Euro pro Jahr. A.i.d.a., das antifaschistische Informations- und Dokumentationsarchiv, wurde dazu an das ebenfalls städtisch finanzierte Feierwerk angeschlossen und erhielt dort den Namen FIRM (Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München).

Dr. Robert Philippsberg, der seinen Doktor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität erworben hat und freier Mitarbeiter bei FIRM ist, hegt offensichtlich eine Abneigung gegen präzises und schon gar gegen wissenschaftliches Arbeiten. Wie es dem Antifa-Gebaren von a.i.d.a. entspricht, wurden auch durch Philippsberg Behauptungen aufgestellt, ohne die Betroffenen zu befragen. Als Quelle gab der Doktor von LMU´s Gnaden unter anderem die Facebook-Seite von »München Nazifrei« an, die mittels ihres Internetauftritts die fragwürdige Botschaft verkündet, ganz München hasse die Polizei (Metropolico berichtete). Kaum eine Quelle, die jemand außerhalb der Antifa-Szene als Beleg in einer »Studie« verwenden würde. Philippsberg sah das – natürgemäß – anders.

Unhaltbare Behauptungen ohne wirkliche Recherche aufgestellt

Und so schrieb der »Wissenschaftler« fröhlich darauf los. Christoph Steier, Vorsitzende der JA- Bayern und Koordinator der Campus Alternative, der Hochschulgruppe der JA habe im Juni 2016 eine antifaschistische Kundgebung gegen die Akkreditierung der Campus Alternative gestört, so der vermeintliche Forscher. Dies hätte Steier zusammen mit mehreren Aktivisten des »Bündnis Deutscher Patrioten« und der neonazistischen Partei »Die Rechte« getan, behauptete Philippsberg in seiner famosen »Studie«.

Allein: Die Darstellung ist unwahr und wurde bereits Mitte März, nachdem Steier seinen Anwalt eingeschaltet hatte, widerrufen. Dazu erklärt das Feierwerk auf seiner Internetseite:

»Die Behauptung, dass Herr Steier am 16.06.2016 die Kundgebung störte, ist falsch. Auch der erweckte Eindruck, dass Herr Steier mit den vorgenannten Aktivisten bei einer Störung der Kundgebung und/oder bei gewalttätigen Übergriffen auf Teilnehmerinnen der Demonstration in irgendeiner Weise zusammengewirkt habe, ist falsch. Die vorgenannte falsche Behauptung und der erweckte falsche Eindruck werden hiermit widerrufen.«

Die Süddeutsche Zeitung berichtete unkritisch über die »Studie«

Steier war jedoch nicht das einzige Opfer der unterentwickelten Recherchekünste des Feierwerkmitarbeiters. Philipp Michel, Beisitzer im Bayerischen AfD-Landesvorstand, musste zunächst ebenfalls ertragen, dass die mit städtischen Geldern versorgten Mitarbeiter von Feierwerk unwahre Behauptungen über ihn in die Welt setzten.

Auch hier musste das Feierwerk widerrufen:

»Die Behauptung, dass Herr Michel die Vortragsveranstaltung »Frauen und Geschlechterbilder bei AfD und Pegida« an der LMU besuchte und/oder dort »enttarnt« wurde, ist falsch. Die Behauptung, dass Herr Michel die Veranstaltung mit Aktivisten der Identitären Bewegung und/oder der Burschenschaft Danubia verlassen hat und/oder, dass er mit diesen in einer nahen Gaststätte einkehrte, ist falsch. Die vorgenannten falschen Behauptungen werden hiermit widerrufen.«

Die SZ hatte aus der oben angeführten »Studie« die Schlagzeile produziert: »Forscher: Bayern-AfD eng mit rechtsextremer Szene verbandelt«. Ein Blick in die Quellenangaben der »Studie« hätte eine kritischere Berichterstattung zur Folge haben müssen. Aber bekanntlich macht Recherche die schönste Story kaputt. (CJ)

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