Internationale Meldungen

Christenverfolgung im Nahen Osten (Symbolbild: Metropolico.org)
09 Apr 2017

Doppelanschlag auf Christen in Ägypten – mindestens 41 Tote

Am Palmsonntag wurden durch zwei dschihadistische Attentate mindestens 41 Christen getötet, zahlreiche schwer verletzt. Bei beiden Taten sollen sich die Täter selbst in die Luft gesprengt haben. Mit europäischer und deutscher Hilfe wird der Nahe Osten »christenrein« gemacht. 

Die Kopten sind die größte und mitunter älteste christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und stellen bis jetzt noch knapp zehn Prozent der 90 Millionen Einwohner des islamischen Ägyptens. Wie in allen islamisch dominierten Ländern sehen Christen bzw. Nicht-Muslime sich immer wieder gewaltsamen Angriffen ausgesetzt.

Zwei dschihadistische Anschläge auf Kopten

So auch am Palmsonntag – an dem für Christen die heiligste Woche – die Karwoche – beginnt, forderte der Islam seinen Blutzoll. Bei einem Selbstmordattentat auf die koptische Sankt Georgs-Kirche in der im nordägyptischen Stadt Tanta nahe Kairo wurden mindestens 25 Menschen getötet, zahlreiche schwer verletzt. Am Morgen soll sich der Dschihadist in der vollbesetzten Kirche in die Luft gesprengt haben.

Wenige Stunden später explodierte eine weitere Bombe außerhalb der St.-Markus-Kathedrale in der Hafenstadt Alexandria, dem Sitz des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II. Dabei kamen laut Medienberichten mindestens 18 Menschen ums Leben. Insgesamt wurden laut ersten Behördeninformationen bei beiden Anschlägen mehr als 100 weitere Menschen verletzt. Beim Anschlag in Alexandria soll die Polizei den Attentäter vor der Kirche gestoppt haben, woraufhin sich dieser in die Luft sprengte.

Exodus aus dem Sinai

In Ägypten werden in einer neuen Welle islamischer Gewalt mit unglaublicher Brutalität Christen verfolgt und brutal ermordet.  Bereits im Dezember 2016 waren bei einem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Kairo 30 Menschen getötet wurden, dessen Schwere und Anzahl der Toten den bislang opferreichsten Angriff auf eine Kirche in Ägypten überstieg: der Bombenanschlag 2011 bei dem in einer Kirche am Neujahrstag 23 Menschen von Muslimen ermordet wurden. Der Anschlag 2016 sei jedoch »nur der Anfang, » so der IS, der in einem Video erklärte, dass ägyptische Christen nicht länger »Schutzbefohlene» (Dhimmis), sondern »Ungläubige» (Kufar) seien, da sie sich abfällig über den Islam geäußert hätten. Gott habe befohlen alle »Ungläubigen« zu töten. Außerdem seien die Christen die stärksten Unterstützer des Regimes von Feldmarschall Abd al-Fattah al-Sisi.

Bereits seit längerer Zeit ist die Halbinsel immer wieder Schauplatz von gewalttätigen Übergriffen der örtlichen Muslime gegen dort ebenfalls ansässige koptische Christen. Aktuell vollzieht sich, nach den jüngsten Gewalttaten Ende Februar aus dem Sinai ein wahrer Exodus, da es, wie WO berichtete,  für die christliche Minderheit keinen Schutz mehr gibt.

Mit europäischer und deutscher Hilfe wird der Nahe Osten christenrein gemacht

Armenier, Kopten und Aramäer gehören zu den ältesten Kirchen der Welt und stellen seit alters her den geistig-kulturellen Grundstock des Orients, da  Christen und Juden diese Region über Jahrhunderte, auch nach dem Einfall des  Islams, diese geprägt haben. Europa und insbesondere Deutschland unterstützt seit Jahren diese Länder, die offensichtlich  den Plan verfolgen, ihre Länder »christenrein« zu machen,  nach wie vor mit massiven Entwicklungshilfen.

Nach Angela Merkels Blitzentscheidung strömten mit Hundetausenden Muslimen ebenfalls vertriebenen Christen nach Deutschland. Doch anstatt nach ihrer Flucht Ruhe und Schutz in Deutschland zu finden, wurden und werden die geflohenen Christen auch hier von Muslimen schikaniert und bedroht.  (SB)

Aufnahmen nach dem Anschlag in koptische Sankt Georgs-Kirche in Tanta:

 

 

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