Deutschland

Merkel bezahlt ihren Wahlkampfhelfer Barack Obama mit Kirchensteuergelder (Bild: Metropolico.org)
13 Apr 2017

»Warum zahle ich mit meiner Kirchensteuer Merkels Wahlkampf?«

Der frühere US-Präsident Barack Obama soll im Mai beim Evangelischen Kirchentag in Berlin auftreten und wird– by the way – durch einen gemeinsamen Auftritt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deren Wahlkampf befeuern. »Warum zahle ich mit meiner Kirchensteuer Merkels Wahlkampf?«, so eine mehr als berechtigte Frage.

Barack Obama, US-amerikansischer Ex- Präsident und Heilsbringer vieler deutscher Herzen wird Ende Mai – also pünktlich zur Hochphase des bundesdeutschen Wahlkampfs- am diesjährigen Evangelischen Kirchentag »erscheinen« und die protestantischen Gläubigen einmal mehr in Verzückung setzen.

Vor dem Brandenburger Tor  sodann soll die linke Ikone, die wie kein anderer US-amerikanischer Präsident vorher zur Destabilisierung weiter Gegenden dieser Welt beigetragen hat, an Christi Himmelfahrt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an einer Diskussion teilnehmen. Das Thema der Veranstaltung:»Engagiert Demokratie gestalten – zu Hause und in der Welt Verantwortung übernehmen«.

Die EKD betreibt »parasitäre Publizität«

Bei dem ganzen Theater fragt sich der Theologe und ZDF-Moderator Peter Hahne in der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (NOZ), warum er mit seiner Kirchensteuer Merkels Wahlkampf bezahlen solle?. Hahne warf der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor, sich in der Gegenwart Prominenter zu sonnen. So wenig protestantisches Selbstbewusstsein tue schon weh«, bemerkt  Hahne erschüttert.

Chef der EKD- der islamverliebte Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm – habe laut dem christlichen Magazin pro auf die journalistische Rückfrage nach der offensichtlichen Wahlkampfhilfe für Merkel durch den Kirchentag äußerst genervt reagiert. Mit Berufung auf eine dpa-Meldung habe Bedford-Strohm, der die evangelische Kirche zu einem Glaubenskonglomerat  mit beliebig austauschbaren Werten transformierte und es mit dem Bekenntnis zum achten Gebot auch nicht immer so genau nimmt (Metropolico berichtete),  wirsch geantwortet, das die Veranstaltung nichts mit Wahlkampfhilfe zu tun habe.

Kirchen biedern sich dem Zeitgeist an

Der geplante »Wahlkampfauftritt« Obamas – nebenbei verfasst der Ex-Präsident gerade seine Memoiren, ruft seine Barack-Obama-Stiftung ins Leben und kassiert – wie seine steinreichen Demokratenkollegen Bill und Hillary Clinton – exorbitant hohe Redegelder –  ist einmal mehr ein Plädoyer zur Abschaffung der Kirchensteuer.

Die Amtskirchen erstickte im Geld, die Kirchen aber würden aber immer leerer, so die Kritik von Hahne, der dies als unmittelbare Folge davon sieht, wenn die Kirchen sich am Zeitgeist orientieren und Gendermainstreaming, Multi-Kulti-Euphorie oder Islamhörigkeit dem lebendigen christlichen Glauben den Vortritt geben. Kirchen seien die einzigen Organisationen, die leistungsunabhängig bezahlt würden, so Hahne, der jedoch hier irrt: Der Politikbetrieb mit anhängigem Staatsfernsehen kann mit Fug und Recht diese Wertung ebenfalls für sich reklamieren. (BS)

 

Unterstützen Sie Metropolico durch Ihren Einkauf! Um Ihnen weiterhin Journalismus abseits des Mainstreams anbieten zu können, bitten wir um Ihre Unterstützung. Erwerben Sie Ihre Bücher, DVDs und Sonstiges über unser Partnerprogramm. Es stehen Ihnen über 2 Mio. Artikel zur Auswahl.

Selbstverständlich freuen wir uns auch über eine Unterstützung außerhalb des Partnerprogramms. Vielen Dank!

E-Mail senden an:

oder Inhalt löschen