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EU-Grüne Rebecca Harms und weitere 25 EU-Funktionäre wollen, dass Google einen Breitbart-Boykott durchführt (Bild: Breitbart: Screenshot; Rebecca Harms: European Parliament; CC BY-NC-ND 2.0; siehe Link)
25 Apr 2017

EU-Abgeordnete fordern Google zum Boykott von »Breitbart-News« auf

26 EU-Abgeordnete haben den Medienkonzern Google in einem offenen Brief aufgefordert, die US-amerikanische, konservative Webseite »Breitbart-News« nicht mehr länger zu bewerben. Initiatorin des Boykottaufrufs: Die grüne EU-Abgeordnete Rebecca Harms (Grüne).

26 Abgeordnete des demokratisch nie legitimierten EU-Parlaments haben sich in einem offenen Brief an den Medienriesen Google gewandt und diesen aufgefordert, damit aufzuhören, » Breitbart und seine Agenda mit Anzeigen zu finanzieren«, so der Tagesspiegel. Die rechtskonservative Webseite Breitbart.com müsse aus dem Werbeprogramm von Google genommen werden, so die EU-Funktionäre weiter, da die Agenda von Breitbart die »Wirklichkeit verzerre« und in hetzerischer Art »Hass schüre« und dadurch die »gesellschaftliche Spaltung« vorantreibe.

Breitbart hatte Donald Trump medial ebenso unterstützt, wie die britische Ukip beim Brexit.  Zudem zeigt sich die wertkonservative Internet-Nachrichtenseite wenig EU- affin und berichtete kritisch über die Massenzuwanderung nach Europa. Im Frühjahr 2017 gehörte Breitbart nach Angaben der Analysefirma Alexa zu den 250 weltweit meistbesuchten Webseiten und liegt in den Vereinigten Staaten noch vor der Washington Post auf Platz 35.

Initiatorin: Grüne EU-Funktionärin Rebecca Harms

Die Initiatorin dieses Briefes ist die ehemalige Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament, Rebecca Harms. Harms, gelernte Baumschul- und Landschaftsgärtnerin, sitzt seit 2004 für die Grünen im EU-Parlament und macht sich dort als Sprecherin der deutschen Gruppe sowie Vizepräsidentin der Fraktion Grüne/EFA für links-grüne Belange, oder eben – wie aktuell – für den Ausschluss von missliebigen Medien stark.

2016 kritisiert Harms zusammen mit ihrem roten Genossen Martin Schulz (SPD), das damalige eindeutige und klare Nein der Niederländer gegen das  Assoziierungsabkommen mit der Ukraine und macht sich in diesem Zuge auf zur Fundamentalkritik an basisdemokratischen Elementen. Die voll umsorgte EU-Funktionärin offenbarte auch hier das grüne, hoch undemokratische Verständnis: »Plebiszitäre Elemente zu europäischer Politik, die so angelegt sind wie die gestrige Abstimmung, können die EU in ihrem Bestand gefährden«, so die 59-jährige Grüne gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Um dieser Aussage die Krone aufzusetzen und somit für jeden ersichtlich die grüne Doppelzüngigkeit darzustellen, argumentiert die Berufspolitikerin weiter, dass sie »ohnehin dagegen« sei, in einzelnen Staaten Fragen abstimmen zu lassen, die die EU insgesamt betreffen.

»Dann kommen wir ins Spiel!«

Auf der, durch George Soros‘ Open Society Foundations mitfinanzierten Petitionsplattform AVAAZ, wurde der Petitionstext wie folgt veröffentlicht:

»An Tom Siegel, Google Vice President für Vertrauen und Sicherheit und an Sridhar Ramaswamy, Google Senior Vice President für Werbeanzeigen und Handel:

Breitbart.com befürwortet Belästigung und Hass gegenüber Frauen, Minderheiten und anderen. Google sollte dem Beispiel von Firmen wie Kellogg’s, Vanguard und Appnexus — sowie seinen eigenen Google AdSense Richtlinien — folgen und aufhören, auf der Internetseite Breitbart Werbung zu schalten.«

Weiter heißt es:

»Die US-amerikanische Propagandaseite Breitbart hetzt gegen Ausländer, Frauen und Muslime — und kommt bald nach Deutschland. Doch wenn wir ihr jetzt den Geldhahn abdrehen, können wir uns diesen Hass vom Hals halten.

Breitbart verdient an Werbeanzeigen: Große Namen wie UNICEF oder SodaStream werben dort – oftmals ohne es zu wissen! Denn die meisten Anzeigen werden über Google gestreut und landen unbemerkt auf solchen Seiten- bis die Kunden sich beschweren. Und da kommen wir ins Spiel!

Google hat strikte Regeln, was die Kooperation mit Hetz-Seiten angeht. Wenn wir jetzt den Druck erhöhen, können wir Google dazu bringen, Breitbart abzusägen – und dem Hass den Hahn abdrehen«.

Über 65.000 zeichneten bereits dafür, missliebige, nicht-linke Meinungen durch den Markmonopolisten Google einfach von der Bildfläche verschwinden zu lassen. (SB)

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