Schlaglicht: Marktbeherrscher mit 45 % Einschaltquote, Herr über regelmäßige 8,1 Mrd Einnahmen, Herr über ein Heer von 42 000 Mitarbeitern, Best-Pensionen (selten unter 4000 Euro monatlich), eine Kasse machende Einrichtung öffentlichen Rechts, ganz in Blau mit unschuldig Weiß gehalten, so nennt sich die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: ARD. Fanfare!

Israel: Vor etwa drei Wochen haben arabische Sicherheitshäftlinge unter der Führung von Marwan Barghuti, der wegen mehrfachen Mordes und Terrorismus eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen hat, einen Hungerstreik begonnen. Der palästinensische Anführer nimmt jedoch die Enthaltsamkeit für sich selbst nicht so genau und futtert heimlich auf der Toilette.

Fundstück: Der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser erzählt bei einer Versammlung über sein Zusammentreffen mit der fundamentalislamischen Muslimbruderschaft und deren Forderung eines generellen Kopftuchzwangs für Frauen. Das Publikum lacht über die Vorstellung, dass sich Frauen in der Öffentlichkeit zu verschleiern hätten. Mit Video.

Die »Söhne Mannheims« und deren Sänger Xavier Naidoo haben mit ihrem Lied »Marionetten« ein Heer von Schockierten zurück gelassen: Der SPD-Oberbürgermeister Mannheims ist so schockiert, dass er eine Erklärung ob der »antistaatlichen Aussage« von der Gruppe verlangt. Der öffentlich-rechtliche Sender Bremen-Vier ist derart schockiert, dass er selbstherrlich die Kooperation zum anstehenden Konzert beendet. Und die gesamte Mannheimer SPD samt Kreisvorstand will eine Erklärung, warum die »Vorzeige-Multi-Kulti-Band« solch einen Text verfasst. Die Einzigen, die sowohl die künstlerische Freiheit wie auch die darin implizierte Meinungsfreiheit hochhalten, scheinen die Söhne-Fans zu sein.

Rom: Bei einer Livereportage über obdachlose afrikanische Immigranten, die vor dem Hauptbahnhof in Rom in Scharen auf der Straße schlafen, konnten die Zuschauer der italienischen Sendung »Matrix« live den Übergriff auf die Journalistin miterleben. Mit Video.

So schön kuschelig hätte es werden können am vergangenen Mittwochabend an der Uni Regensburg, als »Crystal-Beck« und ein Vertreter der Terrororganisation Fatah in einer Podiumsdiskussion zum Nahost-Konflikt ihre Sicht zum Besten gaben. Gestört wurde das nette Beisammensein dann jedoch von Aktivisten der Identitären Bewegung Bayern, die in schwarzen Burkas gewandet in gewohnt friedlicher Weise demonstrierten.

Lawinenartig negative Kritik – ein sogenannter »Shitstorm« – raste über das angeblich gemeinnützige Recherchebüro Correctiv hinweg, nachdem David Schraven, Chef des »Anti-Fake-News-Ladens« in reißerischem Bild-Niveau das Privatleben einer AfD-Politikerin an die Öffentlichkeit zerrte. Anstatt sich für seinen, auf unterstem Niveau agierenden Möchte-gern-Journalismus zu entschuldigen, versuchte Schraven eine plumpe Rechtfertigung. Ein Kommentar von Birgit Stöger.

Der Münchner Merkur »berichtet« von einer fragwürdigen Aufklärungsveranstaltung über »Rechtsextremismus« an einer Holzkirchner Schule. Dabei geht Redakteur Andreas Höger auch kritisch auf die Berichterstattung durch Metropolico ein. So weit, so gut. Wären da nicht die Fakten, die Höger unterschlägt. Zum Versagen der Schulleitung kommt nun das Verschweigen durch einen Journalisten hinzu. Eine Fortsetzungsgeschichte in unbekannt vielen Folgen.

Das 2016 gegründete IS-Propagandamagazin »Rumiyah« ruft aktuell dazu auf, »so viel Terror wie möglich zu verbreiten«. Die »Soldaten des Kalifats« sollen sich hierfür in ihrer Heimat falsche Existenzen zulegen und bei Gelegenheit auch Geiseln nehmen, um diese dann zu ermorden.