Deutschland

Ermordet, weil sie Christin wurde? (Symbolbild: Metropolico.org)
02 Mai 2017

Ermordet, weil sie Christin wurde?

Prien/Rosenheim: Am Samstag attackierte ein 29-jähriger Afghane eine 38-jährige Landsfrau im Ortsgebiet von Prien. Die Frau wurde dabei schwerstverletzt, sie erlag noch im Laufe des Abends ihren Verletzungen. Die Schwester des Opfers zeigt sich überzeugt, dass ihre Schwester ermordet wurde, wie sie Christin wurde. Der Tatverdächtige befindet sich aktuell in der geschlossene Psychiatrie.

Am frühen Samstagabend kam es laut Polizeibericht vor einem Supermarkt im Ortsgebiet von Prien/ Landkreis Rosenheim, zu einem Angriff eines 29-jährigen afghanischen Asylbewerbers gegen die 38-jährige Afghanin Farima S. Die beiden 5 und 11 Jahre alten Kinder der Frau mussten mit ansehen, wie ihre Mutter von dem mutmaßlichen Täter niedergestochen wurde.

Ein zufällig anwesender Polizist hatte den Tatverdächtigen noch am Tatort überwältigen können und ihn festgehalten, bis die Polizei eintraf. Der Tatverdächtige – Medienberichten zufolge offenbar ein von der Abschiebung bedrohter afghanischer Asylbewerber – wurde von der Polizei festgenommen, die Ermittlungen wegen des Tötungsdelikts laufen auf Hochtouren. Der Tatverdächtige kam nach Angaben des BR in die geschlossene Psychiatrie.

»Meine Schwester musste sterben, weil sie Christin wurde«

Wie die Bildzeitung berichtet, sei die Schwester der Ermordeten: überzeugt, dass der Übertritt ihrer Schwester zum Christentum Anlass für die Bluttat gewesen sei: »Meine Schwester musste sterben, weil sie Christin wurde«. Farima war, so berichtete die Bildzeitöung weiter, offenbar vor acht Jahren evangelisch getauft worden.

Wie die Polizei Rosenheim in einer Nachtragsmeldung mitteilt, arbeiten die Ermittler der Kripo mit Hochdruck an der vollständigen Aufklärung des Falles. Es seien derzeit weitere Umfeldermittlungen erforderlich, die u.a. aufgrund der Sprachbarriere einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Zu einer möglichen Motivlage oder etwaigen Vorbeziehungen zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen liege derzeit noch keine belastbaren Erkenntnisse vor. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der 38-jährigen Afghanin in der Rechtsmedizin an.  Ein Kriseninterventionsteam kümmert sich seit der Tat um die beiden Kinder. Sie wurden bis auf weiteres in Obhut genommen. (BS)

 

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