Kommentar

Leitkultur - Leihtkultur (Symbolbild: Metorpollico.org)
02 Mai 2017

Leiht Kultur! Nur wer leiht uns Kultur?

Schlaglicht: Ein Vater, der seinen Sohn »Sohn« nennt und abgehakt staccatoartig auf dem Dresdener Tennisplatz Anweisungen gibt a la »Du-mußt –die Vorhand- hochziehen-Sohn!«, der verlangt nun von Zuwanderern uneingeschränkte Unterstützung seiner Leitkultur.

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit sich im fremden Land anzupassen. »Wer zu uns kommt, muss sich anpassen«. Klar. Was so klar ist in den meisten anderen Ländern, ist es bei uns schon lange nicht. Denn guckt man mal etwas genauer hin, stellt man schnell fest, dass da so manches stinkt im Staate. Leitkultur unterstützen? Ja gerne, nur welche?

Soll man etwa als vor Erdogan geflüchteter Türke das Bundesfamilienministerium unterstützen, das 16 der Spionage für den MIT verdächtige Imame seit 2011 mit rund 6,5 Millionen Euro via Ditib fördert? In Deutschland gebe man sich zur Begrüßung die Hand sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière von der CDU. Auch zeige man sein Gesicht und nenne seinen Namen. »Wir sind nicht Burka«, sagt er. Doch in weiten Teilen seines Landes ist Deutschland doch Burka. »Der Islam gehört zu Deutschland,« sagte Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Die Verschleierung von Frauen wird still  hingenommen, Kinderehen trotz Gesetz stillschweigend toleriert.  Die Scharia wütet im Hinterhof der Republik. Im Fernsehen werden Serien über von Araber-Clans beherrschte Stadtviertel gezeigt. Hassprediger treten in öffentlichen Potsdamer Einrichtungen zum Freitagsgebet auf und lassen sich vom Staat mit rund 1.450 Euro pro Gebet schmieren.

Das ist die Realität in Deutschland. Deutsche Scharia-Light-Kultur. Auf Berliner Gerichtsfluren haben längst arabische und türkische Clans einschüchternde Wirkung demonstriert und damit deutlich gemacht, dass Verurteilungen gegen Ihresgleichen besser zu unterbleiben haben. Journalisten wird da schon einmal gerne die Kamera abgenommen oder Zeugen mit Wassereimern bearbeitet. Das ist Deutschland. Günter Krings, Parlamentarischer Staatssekretär in de Maizières Innenministerium, meinte:  »Wir müssen diese deutsche Kultur auch beschreiben und erklären.« Hoffentlich. Die Debatte um die Deutsche Leid-Kultur, also das, was unter Einwanderern längst zu einer leidensfähigen, deutschen Nebenkultur verkam, kommt im Wahljahr 17 reichlich spät. Etwa dreißig Jahre zu spät.  »Wer das nicht will, will in Wahrheit keine Integration, sondern Multikulti,« sagt Krings. Der Mann war offensichtlich noch nie bei einer 1.-Mai-Demo in Kreuzberg und schon lange nicht mehr in Köln, im Ruhrgebiet oder Hamburg/Harburg spazieren. Schon muss man sich fragen: Wer leiht uns endlich mal etwas eigene Kultur. Herr Krings?

Der grüne Cem Özdemir brachte es auf den Punkt. Eine Liste zu erstellen, ab wann man deutsch ist, sei typisch deutsch. Das ist wahr. Es ist wie bei VW mit den Abgaswerten. Listen sind wichtig. TÜV-Reinland, spiegelgeprüft. Ob das Gebäude, wie das TÜV-geprüfte in Pakistan dann einstürzte und hunderte Menschen unter sich begrub, ist egal. Hauptsache Liste und Stempel. Danach wird weggeguckt. Und genau darum geht es eigentlich. Nur sehen die Konservativen schon lange nicht mehr, was sie jahrelang still und leise unter angeblich multikulturellem Einfluss an Scharia alles duldeten und förderten.

Andererseits jetzt eine Kehrtwende vom Spionage-Imam zu verlangen, der sich schon so an die Staatsknete gewöhnt hat, ist schon ein hartes Stück. Fast unmenschlich. Gewohnheitsrecht soll mit Füßen getreten werden…  Typisch deutsch ist es eben, Listen zu erstellen und sich dann doch nicht daran zu halten. Und wer will das schon als Leitkultur akzeptieren? Das kann man doch wirklich von niemandem verlangen. Und wer soll diese Liste diktieren? Der Vater, der seinen Sohn »Sohn« nennt, weil er offensichtlich dessen Namen vergessen hat? Es schlägt  wieder einmal Geschichtsstunde in Deutschland. Sie kommen, aber wie immer zu spät. Müssen wir unsere Kultur eben von anderen ausleihen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das spielen. Der Westen kopierte die Amis, der Osten den Sowjet. Deutsche Leitkultur zu entwickeln ist eben schon etwas Ambitioniertes. Das sollten eher andere machen.

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