Regional

Identitäre Bewegung Bayern »stört« das nette Beisammensein an der Uni Regensburg (Bild: Identitäre Bewegung)
08 Mai 2017

»Lieber Volker Beck«

So schön kuschelig hätte es werden können am vergangenen Mittwochabend an der Uni Regensburg, als »Crystal-Beck« und ein Vertreter der Terrororganisation Fatah in einer Podiumsdiskussion zum Nahost-Konflikt ihre Sicht zum Besten gaben. Gestört wurde das nette Beisammensein dann jedoch von Aktivisten der Identitären Bewegung Bayern, die in schwarzen Burkas gewandet in gewohnt friedlicher Weise demonstrierten.

Nein, so war der Mittwochabend an der Universität Regensburg nicht geplant. Das interessiere Publikum lauschte den Darlegungen der geladenen Gäste, die sich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema »Nahost-Konflikt« zusammen gefunden hatten.

Plaudern mit Vertretern einer Terrororganisation

Auf der  Bühne hatten es sich der Moderator Jan Busse vom Institut für Friedens- und Konfliktforschung an der Bundeswehruniversität München und Dr. Jamal Nazzal bequem gemacht. Nazzal ist Sprecher der palästinensischen »Fatah für europäische Angelegenheiten« und setzte sich in der Vergangenheit immer wieder dafür ein, die »BesetzungPalästinas« mit terroristischer Waffengewalt zu beenden. Zudem gehören zur Fatah die bewaffneten Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, die mehrfach Attentate gegen israelische Zivilisten begangen haben. Die Fatah selbst unterhält eine eigene Untergrundorganisation, die wiederum auf der EU-Liste zur Bekämpfung von Terrorismus steht.  Komplettiert wurde die Runde durch den Grünen-Bundestagsabgeordneter Volker Beck.

Wie die Mittelbayerische berichtete, sei so manchem Teilnehmer das Herz in die gutmenschliche Hose gerutscht, als unvermittelt sechs Aktivisten der Identitären Bewegung (IB), gehüllt in schwarzen Burkas und mit einem Banner mit der Aufschrift »Religionsfreiheit statt Islamisierung« die Bühne betraten, um in gewohnt friedlicher Weise gegen die rasch fortschreitende Islamisierung Deutschland zu demonstrierten.

Ganz kalt erwischt habe es die Diskussionsveranstalter vom Verein »Junges Europa« jedoch nicht, da diese mit Störungen rechneten – allerdings eher aus dem linken Lager, beispielsweise durch die Antifa – so die Zeitung weiter, die dann in ihrer weiteren Berichterstattung alle möglichen »Rechtsextremismus-Experten« zu Wort kommen lässt, um die IB in das von Mainstream gezeichnete »rechte« Licht zu rücken.

»In diesem Sinne: Wohl bekomm’s!«

Auf der Facebookseite erklärt die Identitäre Bewegung nochmals in einfühlsamen, persönlichen Worten dem Grünen Volker Beck, warum die identitären Aktivisten sich in die Podiumsdiskussion einbrachten:

Lieber Volker Beck,

als unsere ortsansässigen Aktivisten davon erfuhren, dass du die Regensburger Uni mit deiner Anwesenheit beglücken wirst, wollten sie es sich nicht nehmen lassen, deinen Besuch mit einer kurzen ästhetischen Intervention zu würdigen.

Als alter Grüner wirst du ja sicher größtes Verständnis dafür aufbringen, wenn ein paar jugendliche Heißsporne, in bester Sponti-Manier, die Schaubühne von Vertretern des spießig-altbackenen Muffs stürmen, um mal ein wenig frischen Wind reinzubringen.

Naja, dumm natürlich nur, wenn man nun selbst längst zu diesem alten Muff gehört, der nicht merkt, dass die fetten Jahre längst vorbei sind, und dessen Vertreter künftig nur noch Zaungäste einer zutiefst gespaltenen sowie äußerst konfliktgeladenen, ethnisch und kulturell fragmentierten Gesellschaft sein werden.

Und darum ging es letztlich doch auch in dieser Podiumsdiskussion: Das Vermeiden bzw. Bewältigen von Konflikten, von sich fundamental unterscheidenden Bevölkerungsgruppen.

Da du ja, lieber Volker, mit deiner Politik alles daran setzt, die personellen Voraussetzungen für ethnisch-religiöse Konflikte in Deutschland überhaupt erst zu schaffen, wollten wir dir einen kleinen, optischen Vorgeschmack auf die Gesellen geben, welche deine emsigen Bemühungen zur Gleichstellung Homosexueller in den Orkus befördern und durch die Scharia ersetzen werden.

Aber hey: Ein Mann, der in Interviews arabische Predigten als »ein Stück Heimat« bezeichnet und von den in ihren Bezirken zur Minderheit gewordenen Deutschen verlangt, gefälligst die Sprache jener Neubürger zu lernen, welche von ihm in einem paternalistischen Rassismus chauffiert und verhätschelt werden, zeigt immerhin ein großes Maß an Integrationsbereitschaft.

In diesem Sinne: Wohl bekomm’s!

 

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